Bartstoppeln, Britpopper-Haarschnitt, schwarze Hornbrille: Hlynur ist 28, arbeitslos und lebt noch bei seiner Mutter. Erwachsen werden? Nein, danke. Fast ausnahmslos verbringt Hlynur sein Leben in Bars und genießt das Nichtstun. Als seine Mutter jedoch ihre Flamencolehrerin Lola einlädt, wird dieses bequeme Lebenskonzept in Frage gestellt: Die heißblütige Spanierin bringt wenig Verständnis für Hlynurs zielloses Nachtleben auf. Dennoch zieht Lola am Weihnachtsabend mit Hlynur durch die Bars - und die beiden landen schließlich im Bett. Doch kurze Zeit später kommt der Schock: Lola und Hlynurs Mutter sind ein Paar! Und noch schlimmer: Lola ist schwanger. Langsam dämmert es Hlynur, dass es möglicherweise als unfreiwilliger Samenspender bald der Vater seines eigenen Geschwisterchens werden könnte...
Auszeichnungen:
Locarno Film Festival 2001 (Wettbewerb)
Toronto Film Festival 2000 (Discovery Award)
Rouen Film Festival (Publikumspreis)
Pressestimmen:
"Hlynur hat keinen Bezug zur Wirklichkeit, seine Welt ist medial. Hlynur ist ein tragikomischer Jugendheld, der auch mit 28 seinen Platz nicht gefunden hat, ein Don Quijote der «Generation X», ein Schattenmann der Spassgesellschaft. "
(Aldo Keel in der Neuen Zürcher Zeitung vom 17.10.2002)
"Eine wundervolle schwarze Komödie"
(Inside Out Film)
"Feuchtfrohe Arbeitsvermeidungsmaßnahmen eines 28-jährigen Tagediebes, der der glutvoll spanischen Geliebten seiner Mutter erliegt. Sehr isländisch." (Kultur Spiegel)
"Skurrile, unterhaltsame schwarze Komödie, die die soziale Verweigerung des Helden in anschauliche Bilder fasst und gleichzeitig satirische Einblicke in das Leben auf Island bietet." (film-dienst)
Den Film habe ich damals als Blindkauf erstanden, weil mir das Cover zugesagt hat. (Handlung lese ich mir nie durch, das verrät mir zuviel)
Er hat mir so gut gefallen, dass ich ihn in den daruffolgenden Wochen so ziemlich jedem gezeigt habe, der sich bei mir in die Bude verirrt hat. Und fast ausnahmelos waren alles begeistert.
Hauptsächlich mag ich den Film wegen seinem Hauptcharakter, der mir mehr als sympathisch ist. Gibt wohl kaum eine Filmgestalt mit der ich mich mehr identifizieren kann.
Der Soundtrack ist auch klasse und besteht zu einem Großteil aus ein und dem selben Lied, nämlich Lola, nur immer wieder in anderen Variationen, die jeweils zu der Stimmung des Films passt.
Die DVD dürfte nicht allzu teuer sein (Ich hab damals beim Müller Markt 7 Euros geblecht) und ist jedem zu empfehlen, der sich gerne mal "kleinere" Filme anguckt.


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