zum inhalt hier die moviemaze-beschreibung:
"In seinem Spielfilmdebüt erzählt Drehbuchautor und Regisseur Jacob Aaron Estes die Geschichte einer perfekt geplanten Racheaktion, die schließlich in einem moralischen Dilemma endet [...]: Sam und sein alter Bruder Rocky planen den ultimativen Rachefeldzug gegen den fiesen George, der Sam Tag für Tag piesackt. Sie laden ihn und ein paar Freunde auf eine Bootsfahrt ein, bei der sie es ihm heimzahlen wollen. Als sich jedoch herausstellt, dass George gar kein so schlechter Typ ist, will Sam den Rachefeldzug abblasen. Sein Bruder Rocky hingegen, hält an dem Plan fest und es kommt zu Meinungsverschiedenheiten."
mean creek ist tatsächlich ein mit moralischen problemen durchsetzter film. er konfrontiert den zuschauer wie seine protagonisten mit der frage, unter welchen umständen vergebung möglich ist. noch mehr aber beschäftigt er sich mit dem nachher: also den auswirkungen einer vergeltung (bzw hier: der aus dem ruder gelaufenen vergeltungsaktion) auf das seelenleben derjenigen, die sie geübt haben. dass die hauptfiguren kinder bzw jugendliche sind, verschärft die konfliktsituation zusätzlich, weil die beteiligten mit ihrer impulsiven emotionalität nur schwer umzugehen wissen.
mean creek ist ein leiser, langsamer film in wort, musik und bild. dabei geht das bild auch bei den wunderschönen naturaufnahmen nur selten in die totale. vorherrschend ist die unmittelbar an den personen sich festhaltende kamera: beim blick in ihre augen wird die zerrissenheit sichtbar, die sie schmerzt, die ungewissheit darüber, wie richtig hätte gehandelt werden müssen.


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