Umfrageergebnis anzeigen: Soll Tom Cruise Stauffenberg spielen?

Teilnehmer
34. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Nein.

    2 5,88%
  • Bitte, bitte, bitte nicht!

    7 20,59%
  • Ist die Frage ernst gemeint?

    9 26,47%
  • Da sei Xenu vor!

    3 8,82%
  • Ähm... ja.

    13 38,24%
Seite 10 von 10 Erste ... 8910
Ergebnis 91 bis 98 von 98

Thema: Valkyrie

  1. #91
    Regisseur
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    Re: Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat

    Zitat Zitat von CallMeDude
    Trotzdem war ich irgendwie nicht so richtig begeistert vom Film. Kann sein, dass ich bereits schon zuviele Stauffenberg-Verfilmungen gesehen habe und eine erneute Verfilmung dieses Stoffes seinen Reiz für mich verloren hat.
    Man muss sich wohl einfach klar machen, dass der Film nicht für ein deutsches sondern ein internationales Publikum bestimmt ist, denen die Geschichte nicht durch diverse Verfilmungen, Dokumentationen oder Geschichtsunterricht bekannt ist.
    Was mich jetzt auf die Frage bringt ob wirklich Leute mit der Erwachtungshaltung in den Film gehen, dass das Attentat gelingt?!? :wink:

  2. #92
    Regisseur
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    Re: Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat

    Zitat Zitat von KeyzerSoze
    Was war die Lästerei im Vorfeld groß. Ausgerechnet Tom Cruise soll den Hitler-Attentäter spielen! So ganz hab ich diese im Vorfeld aufkeimende Kritik nie wirklich verstanden, schließlich ist es doch egal wer die Rolle hat, hauptsache er kann überzeugen
    Die Frage ist ja auch nicht, ob er das kann! Die Frage ist, ob ein Vorstandsmitglied und oberster Propagandist einer verfassungsfeindlichen, menschenverachtenden diktatorischen Organisation, die die Gesellschaft und Demokratie unterwandert und abschaffen will das darf einen Widerstandskämpfer gegen ein diktatorisches System spielen? Und die klare Anwort darauf lautet, nein, er darf natürlich nicht! Grade er nicht. Insbesondere so nämlich sammelt er u.U. wie der Rattenfänger von Hameln die (in diesen Zeiten unsichere) Jugend (die von Stauffenberg und deutschem Widerstand nie was gehört hat) im Gewand eines Hollywoodthrillers ideologisch ein, indem diese denken könnte "hey so cool wie dieser Stauffenberg/Cruise doch ist, da ist Scientology sicher auch cool und nicht weiter schlimm". Der Schauspieler Cruise kann und darf eben nicht von der Person des Scientologen Cruise getrennt werden!

  3. #93
    Regisseur Avatar von Pitt
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    Re: Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat

    Ein recht nichtssagender Film, wie ich finde, dem ich ausser der Geschichtsstunde nicht viel abgewinnen konnte. Die Charaktere wirken allesamt hohl, und Tom Cruise habe ich wohl noch nie so passiv in einer Hauptrolle wahrgenommen. Das spricht jetzt zwar weder für noch gegen den Film, aber seine Rolle hätte imo genauso gut von einem zweitklassigen Schauspieler gespielt werden können. Diese nüchterne Inszenierung kann man dem Film zwar durchaus zugute halten, aber wenn der Film einen deswegen nicht berührt, kann ich die Beweggründe der Filmemacher nicht mehr so ganz nachvollziehen.

    @Wolfe: Tom Cruise wird im Film wohl kaum als Held dargestellt. Kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass irgendjemand ihn wegen dieser Rolle "cool" finden wird.

  4. #94
    Regisseur
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    Re: Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat

    Zitat Zitat von Pitt
    Tom Cruise habe ich wohl noch nie so passiv in einer Hauptrolle wahrgenommen. Das spricht jetzt zwar weder für noch gegen den Film, aber seine Rolle hätte imo genauso gut von einem zweitklassigen Schauspieler gespielt werden können.
    Na das wird sie doch!

  5. #95
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    Re: Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat

    Ha.... Ha.... Ha....

    Sehr lustig jaja Tom Cruise ist ein zweitklassiger Darsteller, welch lustige Aussage.
    Also ernsthaft, ich bin zufällig Geschichtslehrer, an einem Berufkollege und kann nur sagen, dass der Film nicht perfekt ist, aber auch auf garkeinen Fall schlecht! Sicherlich wurden einige Fakten nicht richtig, oder garnicht eingebaut, allerdings kann ich da nur fragen, "Was habt ihr denn erwartet?".

    Es ist und bleibt ein Film, und kein Geschichtsbuch, oder gar ein 4 stündiger 2teiliger Dokumentarfilm. Es war doch von vornerein klar, dass viele Dinge außenvor gelassen werden müssen. Allein schon damit das Publikum sich nicht zu Tode langweilt.

    Zusätzlich finde ich allein schon die Diskussion über Tom Cruise mehr als lächerlich! Vor allem die nahezu erbämliche Umfrage, "ob Tom Cruise den Oberst spielen sollte". Ich möchte meinen das dieses Thema nun schon mehr als durchgekaut wurde.

    Ich kann nur sagen, dass ihr jungen Leute, (falls es sich hier auch um reifere Personen handeln sollte, sollten diese vielleicht in Erwägung ziehen, erwachsen zu werden), euch nicht von den Medien einreden lassen solltet, dass man Tom Cruise ab heute nicht mehr mögen darf. Denn wenn ihr mal etwas von eurem unreifen Gripps benutzen würdet, wäre euch aufgefallen das er nicht der Einzige ist, der Scientology angehört. Schließlich zählen John Travolta und diverse andere Hollywoodianer auch dazu. Diese werden jedoch nicht immer wieder in der Öffentlichkeit in Deutschland gestellt wenn sie in einem Film spielen oder?
    [quote="Pitt"]und Tom Cruise habe ich wohl noch nie so passiv in einer Hauptrolle wahrgenommen.

    Allein die Tatsache, dass du dies Behauptest, zeigt, dass du keine Ahnung von Oberst Stauffenberg hast.
    Denn er war keines Falls der gröllende Aufständige. Er rannte eben nicht mit cooler Miene und schwingender Pistole durch die Gänge. Wer das glaubt hat in Geschichte nicht aufgepasst!

    Nun denn, vermutlich wird mein Kommentar gleich von den andere Usern zerissen, da sie glauben sie müssten es besser Wissen, aber ich musste diesen Frust gegen Tom Cruise einmal entgegen treten, da ich, obwohl ich ganz klar gegen Scientology bin, feststelle, dass die meisten nicht einmal wissen, was diese Sekte bedeutet, und sich nur deshalb gegen Tom Cruise stellen, da sich alle gegen ihn stellen.

    Wie dem auch sei. Bleibt bei dem was auch immer ihr gerade macht, und besucht mal wieder den Geschichtsunterricht oder eine Bücherrei, wenn euch solche Filme nicht zusagen, da sie zu wenig Fakten enthalten.

  6. #96
    Regisseur Avatar von Pitt
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    Re: Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat

    Hallo Grafenstein,

    Zitat Zitat von Grafenstein

    Allein die Tatsache, dass du dies Behauptest, zeigt, dass du keine Ahnung von Oberst Stauffenberg hast.
    Denn er war keines Falls der gröllende Aufständige. Er rannte eben nicht mit cooler Miene und schwingender Pistole durch die Gänge. Wer das glaubt hat in Geschichte nicht aufgepasst!
    Hab ja geschrieben, dass ich das dem Film nicht negativ ankreide, trotzdem ist bei mir der Eindruck enstanden, dass seine Rolle austauschbar war und auch jeder x-beliebige andere Schauspieler diese darstellen konnte.
    Da bleibt einfach überhaupt nichts hängen, aber die Figur Stauffenberg gibt wohl auch nicht mehr her. (Gegen Tom Cruise habe ich rein gar nichts.)

    Ich versteh deshalb nicht so ganz, was Bryan Singer mit diesem Film bezwecken wollte. Spannend fand ich ihn auch nur bedingt, da man ja weiss wie's ausgeht.

  7. #97
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    Re: Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat

    Zitat Zitat von Grafenstein
    Ha.... Ha.... Ha....

    Sehr lustig jaja Tom Cruise ist ein zweitklassiger Darsteller, welch lustige Aussage.
    Also ernsthaft, ich bin zufällig Geschichtslehrer, an einem Berufkollege und kann nur sagen, dass der Film nicht perfekt ist, aber auch auf garkeinen Fall schlecht! Sicherlich wurden einige Fakten nicht richtig, oder garnicht eingebaut, allerdings kann ich da nur fragen, "Was habt ihr denn erwartet?".
    Daß ich Tom Cruise für keinen guten Schauspieler ist, hab ich stets und schon lange vor dem Stauffenberg-Film geschrieben. Auf den Stauffenberg-Film bezieh ich mich im übrigen gar nicht, den hab ich nicht und werd ich nicht sehen. Nicht nur wegen dem Scientologen Cruise, sondern auch weil so ein Stoff , wie übrigens auch der Stoff "09/11-Attentate" nichts in einem Blockbusterkinofilm verloren haben, sondern höchstens in einem Dokufilm von ARD, ZDF, 3sat, Arte, wie etwa dem hervorragenden ARD-Film mit Sebastian Koch und Ulrich Tukur vor zwei drei Jahren.

    Es ist und bleibt ein Film, und kein Geschichtsbuch, oder gar ein 4 stündiger 2teiliger Dokumentarfilm. Es war doch von vornerein klar, dass viele Dinge außenvor gelassen werden müssen. Allein schon damit das Publikum sich nicht zu Tode langweilt.
    hat ja auch niemand behauptet.

    Zusätzlich finde ich allein schon die Diskussion über Tom Cruise mehr als lächerlich! Vor allem die nahezu erbämliche Umfrage, "ob Tom Cruise den Oberst spielen sollte". Ich möchte meinen das dieses Thema nun schon mehr als durchgekaut wurde.
    und trotzdem darf Jeder seine Meinung hierzu sagen.

    Ich kann nur sagen, dass ihr jungen Leute, (falls es sich hier auch um reifere Personen handeln sollte, sollten diese vielleicht in Erwägung ziehen, erwachsen zu werden), euch nicht von den Medien einreden lassen solltet, dass man Tom Cruise ab heute nicht mehr mögen darf. Denn wenn ihr mal etwas von eurem unreifen Gripps benutzen würdet, wäre euch aufgefallen
    mal abgesehen von ihrem herablassenden oberlehrerhaften Ton hier, trifft ersteres schonmal nicht zu. Abgesehen davon mag ich Cruise nicht erst seit diesem Film nicht, sondern seitdem bekannt ist, daß er Scientologe ist. Und wiederum unabhängig davon hielt ich ihn noch nie für einen guten Schauspieler, er passt allenfalls gut als Type in sowas wie "Cocktail".

    das er nicht der Einzige ist, der Scientology angehört. Schließlich zählen John Travolta und diverse andere Hollywoodianer auch dazu. Diese werden jedoch nicht immer wieder in der Öffentlichkeit in Deutschland gestellt wenn sie in einem Film spielen oder?
    auch Travolta und andere Scientologen wurden hier von mir und anderen schon angesprochen. Abgesehen davon ist nunmal die Person Cruise eher der Lautsprecher in Sachen Scientology als andere Mitglieder, oder hat man schon mal groß was von Anne Archer oder Kirstie Alley über Scientology und ihre Mitgliedschaft sagen gehört? Trotzdem gehören diese Werbefiguren für diese Organisation kritisch durchleuchtet.


    Allein die Tatsache, dass du dies Behauptest, zeigt, dass du keine Ahnung von Oberst Stauffenberg hast.
    Denn er war keines Falls der gröllende Aufständige. Er rannte eben nicht mit cooler Miene und schwingender Pistole durch die Gänge. Wer das glaubt hat in Geschichte nicht aufgepasst!
    hat auch Niemand gesagt. Man kann ne ruhige Rolle spielen und nachhaltig Eindruck hinterlassen (wie etwa Sebastian Koch als Stauffenberg in dem ARD-Dokufilm) oder man kann blaß bleiben in der Rolle wie es für Pitt eben Cruise als Stauffenberg war.

    aber ich musste diesen Frust gegen Tom Cruise einmal entgegen treten, da ich, obwohl ich ganz klar gegen Scientology bin, feststelle, dass die meisten nicht einmal wissen, was diese Sekte bedeutet, und sich nur deshalb gegen Tom Cruise stellen, da sich alle gegen ihn stellen.
    und woran wollen Sie das festgestellt haben? Mal abgesehen davon weiß ich wofür Scientology steht, schließlich hat schon ihr Gründer ganz klar die Ziele ausgegeben, die die Organisation erreichen will und eben deswegen ist die Organisation und ihre Lautsprecher eben auch gefährllich und gehört überwacht.

    Wie dem auch sei. Bleibt bei dem was auch immer ihr gerade macht, und besucht mal wieder den Geschichtsunterricht oder eine Bücherrei, wenn euch solche Filme nicht zusagen, da sie zu wenig Fakten enthalten.
    Niemand hat behauptet daß solcherlei Filme Faktenbomben sind.

    Also ernsthaft, ich bin zufällig Geschichtslehrer,
    Wirklich ernsthaft? Las sich für mich jetzt nicht wie Geschichtslehrer sondern eher wie "Oberlehrer" . Sie wären übrigens der erste Lehrer, der Cruise oder so einen Film verteidigen würde.

  8. #98
    Zuschauer
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    08.02.2009
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    Re: Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat

    Nach all den negativen Voreindrücken, die man in der deutschen Presse erfahren hat, kam für mich ein Kinobesuch von Walküre eigentlich gar nicht mehr in Frage.

    Und dann das: Ein Film, spannend von der ersten bis zur letzten Minute, die Ausnahme stellt nur eine wenig störende Länge während der Filmmitte dar.

    Cruise verkörpert von Stauffenberg zwar recht eindimensional als zielstrebigen Helden und lässt tiefere Rückschlüsse auf sein preußisch-aristokratisches Weltbild nicht zu, trotzdem oder gerade deswegen zieht der Film einen durchweg in seinen Bann. Kurzum: Cruise ist nicht so schlecht wie von vielen befürchtet, aber aufgrund seiner Herkunft und seines persönlichen Hintergrunds auch nicht die Idealbesetzung. Job well done, mehr aber auch nicht.
    Der Rest der Besetzung ist jedoch erstklassig – etliche britische und deutsche Schauspieler glänzen in ihren Rollen und verkörpern die Dramaturgie und die Widersprüchlichkeit der damaligen Geschehnisse und Anschauungen.

    Wer Explosionen, Panzer und Schlachtengetümmel erwartet, wird zum Teil enttäuscht: Zwar gibt es pflichtbewusst einige gut ins Bild gesetzte Actionszenen (Tieffliegerangriff in Nordafrika, das Bombenattentat, Einsatz des Ersatzheeres in Berlin), letztlich spielt der Großteil der Handlung jedoch hinter verschlossenen Türen. Und bleibt dabei aufgrund der packend inszenierten Schlagabtäusche und unerwarteten Wendungen so spannend, dass einem dieser Umstand überhaupt nicht negativ auffällt. Große Klasse für einen zum Hollywood-Actioner verklärten Film!

    Der Film beweist eindrucksvoll, dass die gerne auf die Zeit von '33-'45 zurechtgestutzte deutsche Geschichte nicht zwangsläufig im verstaubten und moralisch korrekten Guido Knopp-Look des ZDF daherkommen muss, sondern ein bisschen Hollywood und die damit einhergehende Vereinfachung des Stoffes die Sicht aufs Wesentliche schärfen kann.

    Über 15 (!) missglückte Attentate auf Hitler vor dem Hintergrund tausender Widerstandskämpfer und deren Anhänger, die für ihren heldenhaften Einsatz oftmals mit ihrem Leben bezahlten:
    Das ist es, was nicht nur in Deutschland, sondern auch international nach diesem Film hängenbleibt. Immerhin weiß ein Großteil der US-Amerikaner auch heute nicht, dass es überhaut einen Widerstand gegen Hitler gab.
    Für diese Aufklärungsarbeit dürfen wir Tom Cruise - bei aller persönlichen Antipathie - dankbar sein.

    Dass der Film dabei spannend und mit exzellenten Nebendarstellern gut inszeniert ist setzt dem ganzen die Krone auf: 9/10 Punkte für einen im Vorfeld schlechtgeredeten und dann doch überragenden Film sind mehr als gerechtfertigt.

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