Na ja...der Film zeigt sehr deutlich die Teilnahmslosigkeit der Bevölkerung, wenn man sich die geifernde Menge neben den Menschenschlagen anschaut oder die braven Bürokraten, die mit Hilfe ihrer Schreibmaschinen sämtliche Menschen in den sicheren Tod schicken. Der Film ist meiner Ansicht nach durch und durch hoffnungslos wenn er zeigt, dass das Leben eines Menschen der puren Willkür von Amon Göth ausgeliefert ist, der einem Jungen in den Kopf schießt, weil er seine Badewanne nicht sauber gemacht hat. Die Banalität des Mordens (Göth schießt von einem Balkon), die Industrie und Bürokratie dahinter (Schindler ist Kriegsgewinnler/ die Züge und Schreibmaschinen, die ständig gezeigt werden), die Anonymisierung (die Namen, die immer wieder von den Opfern ausgesprochen werden) und Entrechtung und Enthumanismierung stellt dieser Film dar...all diese Dinge lassen sich doch selbst vor dem Hintergrund eines hoffnungsvollen Endes nicht wirklich entkräften, oder? Am Ende, bevor alle einen Stein niederlegen, fragen die Juden einen heranreitenden Russen, wo sie denn hinwollen. Der sagt nur, daß sie im Osten gehasst werden und besser nicht in den Westen gehen sollen...das ist nicht unbedingt überschwänglich hoffnungsvoll, oder?Zitat von Bob
Wenn man das mal weiter strickt, von Holocaust zu Jerusalem und von Jerusalem zu München, dann kann man auch das Schlußbild aus "München" heran ziehen um sich Spielbergs Fazit zurecht zu denken: Was man sieht, sind die Zwillingstürme des World Trade Centers, wie sie aus der New Yorker Skyline heraus ragen...


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