Lief demletzt mal wieder auf Pro7. Eigentlich wollte ich ihn nach dem Kinobesuch gar nicht mehr gucken, da mir zuviel Sachen unangenehm aufgestossen sind. Da wir (Kumpel) aber ziemlich im Arsch vom Wochenende waren und sonst nix "angenehmes" lief, haben wir ihn komplett geguckt.
Hab ihn diesesmal wieder anders aufgenommen als damals. Klar, Amerika-Flagge und diverse andere glorreich-patriotischen Einlagen nerven nach wie vor, aber ich hab den Film diesmal gar nicht so ernst genommen. Dafür sind auch manche Szenen viel zu witzig und mir kann keiner erzählen, dass alle komischen Szenen völlig unbeabsichtigt entstanden. Zum Beispiel in der Anfangssequenz als ein Soldat nach einem Kopfschuss sein Helm abnimmt und ein anderer (oder er selbst?) kommentiert "Puh, was ein Glück!" - kurz darauf folgt ein weiterer Kopfschuss...ohne Helm.
Von Szenen dieser Art gibt's sehr viele.
Dann wäre da noch das spielbergsche Handwerk. Abgesehen von der (für Kriegsfilme) wegweisenden verruckelten Handkamera wärend dem Geballer und den "tauben" Stellen nach einer Detonation bietet der Film wirklich viele sehr schön gemachte Einstellungen (z.B. als das Auto zu Mutter Ryan vorfährt, sich in den Scheiben spiegelt und der anschließende Gang zur Eingangstür - alles wunderbar in einer Bildkomposition festgehalten).
Grund für den Post zu einem etwas "älteren" Film ist die Erkenntnis, dass ich Privat Ryan nach der Erstsichtung gnadenlos unterbewertet habe. Der ganze Kitsch zerstört den Film ja nicht komplett, dafür ist er einfach "zu" exzellent gemacht.



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