Der Film hätte mir vermutlich richtig gut gefallen, wenn er doch nicht so unglaublich vorhersehbar gewesen wäre! Schade, schade. Ein bisschen mehr Undurchsichtigkeit und der Film wäre ein 8-9 Punkte-würdiger Genuss gewesen. Man sollte doch meinen dass Frau Lynch ihr Publikum kennt und weiß, dass ihre frühen, zahlreichen und vor allem deutlichen Hinweise auf die Auflösung schnell durchschaut werden. So hoffte ich dann die ganze Zeit dass sie in einem Anflug von Genialität genau das weiß und den Zuschauer geschickt auf eine falsche Fährte lenkt, doch leider wird bereits vor der großen Auflösung sehr sehr deutlich dass man nun eben doch richtig liegt und das zieht den Film ganz schön runter. Denn ansonsten ist Surveillance wirklich gut gelungen. Inszenatorisch hat die Tochter von David Lynch einiges zu bieten (auch wenn es sicher genug Leute geben wird die sich einfach nur langweilen) und auch bei den Darstellern hatte man ein glückliches Händchen. Besonders Bill Pullmann ist extrem unterhaltsam. Zwar muss man dann am Ende noch zittern ob sich die gute Jennifer nun doch noch für ein langweiliges, mainstreamiges Ende entscheidet, doch zum Glück sind die letzten 10 (?) Minuten so herrlich dass sie den ganzen Film noch nach oben ziehen, aber leider auch nur ins gehobene Mittelmaß.
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