Welcome Back Tobias!
Sehr treffende Kritik!
Welcome Back Tobias!
Sehr treffende Kritik!
-"Shoot him again"
-"What for?"
-"His soul is still dancing"
War das nicht der Stereotyp eines schwarzen Predigers? Also einem, der der so vor allem in den schwarzen Gemeinden in den Südstaaten vorkommt, wo der Film ja ach angesiedelt ist...
Haltet mich für verrückt aber mir hat der Film sehr gut gefallen. Zunächst einmal fühlte sich der Film für mich nicht wie ein üblicher Fincher-Film an und das meine ich weder im positiven noch im negativen Sinn. Während die anderen Fincher-Filme düster, kalt und eher auf eine intellektuelle Weise ansprechend für mich waren, hat mich dieser Film in meinem Herzen angesprochen. Mich haben die Lebensgeschichte von Benjamin und der Leute, auf die er in seinem Leben traf, interessiert und bewegt. Ich würde sogar so weit gehen, dass mir der Film auch gefallen hätte, wenn es nur diese Lebensgeschichten gegeben hätte ohne die ganze Alterungssache. Trotzdem ist natürlich der märchenhafte Aspekt des Films ein Sahnehäubchen für mich. Auch die Botschaften des Films, dass alles vergänglich ist, dass man nicht vergebener Möglichkeiten oder vergeudeter Zeit nachtrauern soll, dass man jederzeit neu anfangen kann und dass es im Leben nicht unbedingt darauf ankommt etwas 'Bedeutendes' aus sich gemacht zu haben, gefielen mir gut (auch wenn sie für manche vielleicht etwas Plattitüdenhaftiges haben). Zusätzlich gab's aber noch nette Anekdoten, wie die Uhrmachergeschichte oder die Blitzgeschichte. Und die Schilderung des Autounfalls fand ich von ihrer Gestaltung her ansprechend gemacht. Auf die Krankenhaus-Rahmenhandlung (inklusive Katrina-Anspielung) hätte ich auch verzichten können, aber im Laufe des Films haben mich diese Szenen weniger gestört als am Anfang (zudem ist die Katrina-Sache in Anbetracht des Engagement der Familie Pitt-Jolie in New Orleans kein Wunder). Selbstverständlich hat die ganze Aufmachung des Films durch Make-Up, Kostüme und Kulissen ihr übriges getan, damit mir der Film gefallen hat. Ist der Film überbewertet? Aufgrund der verhaltenen Reaktionen hier oder in meinem Freundes- / Bekanntenkreis war ich mir irgendwie trotz Oscartumults nicht eines Hypes bewusst (vielleicht lag es auch daran, dass ich den Film erst dieses Wochenende gesehen habe). Spielt für mich auch im Nachhinein keine Rolle, wie der Film bei der breiten Masse ankam. Ist der Film Finchers schwächste Arbeit? Ich könnte gar nicht sagen, ob schwächer oder stärker. Der Film ist einfach anders als die vorangegangenen Filme von Fincher. Mir gefiel er zumindest.
Kannste tanzen? - Ja!?! - Dann tanz ab!
Blog (Letztes Update am 26.09.10)
Ja, aber entgegen jeder Historizität leben im Film trotzdem Schwarz und Weiß friedlich nebeneinander. Wenn man die Handlung schon nach New Orleans verlegen muss und auch noch Katrina einbindet, hätte man die nach der Katatrophe wieder neu aufgeflammten Rassenkonflikte thematisieren sollen. Aber darum geht es mir eigentlich gar nicht, ich finde es einfach schade, dass aus dem Stoff einfach ein naives Märchen ohne Tiefe zurechtgeschustert wurde.
Mir ist schon klar, dass das ein Geistlicher war - aber da das wirklich so stereotyp bleibt, und Benjamin der böse Geist des Teufels ausgetrieben werden soll, passt der Begriff irgendwie, finde ich.
Meiner Meinung haftet dem Spiel wirklich die meiste Zeit wirklich etwas maskenhaftes an - gegenüber Pitt wirkt die Blanchett fast schon artifiziell. Erst wenn sich beide in der Mitte ihres Lebens treffen, taut das ein bisschen auf. Aber so schnell wie es kam, ist das auch schon wieder vorbei.
Man kann den Film wirklich als für Fincher untypisch bezeichnen. Er ist einfach 'normal' inszeniert, ein bisschen Dienst nach Vorschrift, wenig einfallsreich, ohne die typischen Gimmicks.
Wahrscheinlich bin ich aber letztendlich einfach nur maßlos enttäuscht...
“Don‘t part with your illusions. When they are gone you may still exist, but you have ceased to live.”
(Mark Twain)
Also mir gefiehl das Ganze auch sehr. Vor allem vom Handwerklichen her. Ich habe vorher noch nie eine animierte Figur gesehen die so echt gewirkt hat. Auch wenn mir die Charaktere nicht so sehr ans Herz gingen wie ichs mir erhofft hatte, war der Film doch ganz großes Kino wie man es nur selten erlebt.
I am Beyonce, always.
Kann mich Argo nur anschließen: Welcome Back und dann gleich ein Einstand mit einer so punktgenauen Kritik ...![]()
Life ain't about how hard you can hit. It's about how hard you can get hit and keep moving forward.
Fand deine Kritik auch sehr treffend, Tobias, genau so hab ich das auch empfunden. Handwerklich gut, aber im Großen und Ganzen eher oberflächlich.
The book of love is long and boring
And written very long ago
It's full of flowers and heart-shaped boxes
And things we're all too young to know
exakt. war dann im nachhinein auch sehr überrascht, wie sehr sich trailer und co. auf dieses element konzentrieren, dito die "love-story".Zitat von CallMeDude
kann sein, dass das daran liegt, dass ich mir seit kurz nach thread-start keine infos mehr durchgelesen habe und deswegen ohne jegliche erwartungen in jedweder beziehung an die sichtung herangegangen bin.
und selbst nach der zweiten und dritten sichtung empfand ich diesen strang nicht als wesentlich. dient mehr um die relevanz zum aufhänger herzustellen (der blinde uhrenmacher).
alles in allem eine story über vergänglichkeit, eingebunden in die zeitgeschichte. und das überaus mit der handschrift Finchers, sein reifster, wenn auch glattester film. genialer kerl, genialer film.
oberflächlich? grotesk? you're fucking kidding me.
Right. It's nine o'clock. They're probably home watching the X-Files.
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