Würde dir gerne zustimmen wollen, aber mich konnte Tetro gestern Abend nicht überzeugen. Ich versteh das immer noch nicht, wie der Mann vier Meisterwerke hintereinander drehen konnte, und seit neustem auf so einer Arthouse-Schiene fährt, aber nichts Halbes und nichts Ganzes fabriziert. "It would be a better coffee-table book than film.", schrieb ein Kritiker und dem kann ich eigentlich nur zustimmen. Optik sehr schön, auch die Story wusste zunächst durchaus zu gefallen mit dem Bruder/Vergangenheits-Konflikt. Musik, auch toll, vor allem diese eine Latino-Stück. Aber bereits die Rückblenden stiessen bei mir negativ auf. Es war nicht die Farbe, aber die sahen sowas von "billig" und deplatziert aus, hatte fast Fernsehmovie-Charakter. Als dann Bennie plötzlich zum umjubelten Theaterregisseur emporstieg, driftete das Ganze dann schliesslich ins Absurde bis Lächerliche ab. Diese ganze Idee, die Geschichte nun auf eine weitere Ebene zu hieven und mit der Skala einer Oper zu messen, ging für mich komplett nach hinten los. Jedenfalls konnte ich diese vorgegaukelte Dramaturgie zu keinem Zeitpunkt in den Schauspielern und der Handlung wiederfinden.Zitat von Bob
Dann diese Beerdigungsfeier. Der grimmig dreinschauende Dirigenten-Vater, der über alle wacht, das riesige Orchester das Brahms Erste spielt, Tetro der irgendeinem Bekannten seines Vaters seinen Taktstock überreicht. Das Bild wirkte schon fast so grotesk, dass es aus Richard Kellys Southland Tales stammen könnte. Keine Ahnung, was Coppola damit bezwecken wollte... zum Glück dreht seine Tochter noch anständige Filme.
So, jetzt aber genug gemeckert.Aber wie gesagt, die erste Hälfte des Films hatte mir noch durchaus zugesagt.
Würde gerne noch andere Meinungen zu diesem Film lesen, falls er es denn irgendwann noch ins Kino schaffen sollte...


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Aber wie gesagt, die erste Hälfte des Films hatte mir noch durchaus zugesagt.
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