JERRY COTTON mit Christan Tramitz
Zunächst mal sei erwähnt, daß ausnahmslos ALLE Gags schon in den beiden Trailern verbraten worden sind. Und soo viele Gags und erst recht nicht soo viele gute Gags gibt es denn auch gar nicht. Der Film ist einigermaßen sympathisch und unterhaltsam was vornehmlich an Christian Tramitz als auf der "Wixxer"-erprobten mit Verschachtelungen und Regie-Gimmicks technischer Art bespickten Inszenierung, sowie der Musik von Helmut Zerlett liegt, die aber leider nur zwei mal das Original-Jerry-Cotton-Theme kurz zitiert, jedoch niemals in voller Blüte orchestral ausführt.
Ein Rohrkrepierer ganz besonderer Art ist der Co-Star von Tramitz. Keine Ahnung wo sie diesen talentlosen Typen, der Phil Decker spielt aufgetan haben, er ist und bleibt eine einzige Peinlichkeit, besonders seine womöglich bei Mike Myers abgekupferte Austin Powers-Verkleidereien mit falschen Latex-Gesichtern usw. und die waren dort damals hochnotpeinlich, inklusive der Austin Powers-Filmchen. In der Peinlichkeits-Skala getoppt wird Tramitz' Co-Star in JERRY COTTON nur noch von Heino Ferchs total mißratener Figur. Wer zum Henker ließ sich die soo einfallen und dachte das sei witzig? Und WER zum Geier ließ Ferch als deutschen Gangster in NYC dies entsetzliche Schwäbisch schwätze? Ich mein, nicht nur daß diese Art Gags einen Typen in einem Auslandsfilm Schwäbisch oder Sächsisch parlieren zu lassen war allenfalls in den Filmen der 60er, 70er, 80er Jahre in einem Synchron-Gag witzig, aber doch bitte nicht heute. Und schon gar nicht in einem deutschen Film, der in New York spielt. Und WENN man den Schurken Schwäbisch schwätzen läßt, dann nimmt man entweder einen Schauspieler, der des Schwäbischen auch mächtig ist, was Ferch ganz offenbar zu keiner Zeit war ODER aber man gibt ihm einen gescheiten Dialekt-Coach, der ihm dies auch richtig eintrichtert. So war die peinliche Schwäbisch-Nummer an sich NOCH peinlicher da sie so dilettantisch umgesetzt wurde von Ferch.
Positiv am Film ist eindeutig wie gut er in den Außenaufnahmen stimmig auf New York getrimmt wurde obwohl er zum Großteil in Hamburg, Berlin und Babelsberg gedreht wurde. Christiane Paul war noch ein kleiner Lichtblick, sowie die netten Opening Credits. Ansonsten wars ganz ganz finster um dieses Komödchen bestellt. Und das wo doch Tramitz in "Neues vom Wixxer" eine solch gute Figur als Privatermittler gemacht hatte und quasi da schon erahnen ließ welch famosen Jerry Cotton er abgeben KÖNNTE. Der Film wollte laut Machern keine Parodie sein sondern Hommage. Nun, er ist BEIDES nicht, schwankt haltlos zwischen den Stühlen hin und und her. In dieser Form wie der aktuelle Film sich zeigt, kann er, trotz aller technischer Vorzüge, den originalen Jerry Cotton-Filmen mit George Nader und Heinz Weiss nicht ansatzweise das Wasser reichen.
5/10 grade noch ein Okay-Film, nicht gut, nicht schlecht.


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) dass ich mir den Schund (?) später wohl im Kino anschauen werde.

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