An American in Paris (1951)
Vincente Minnelli
Heute zum ersten mal gesehen. Klassisches old-school Hollywood-Musical. Die Geschichte ist relativ schnell erzählt: Mittelloser Maler trifft schüchterne Parfümerie-Angestellte. Es knistert. Doch beide sind aus verschiedenen Gründen an andere Partner gebunden. Nach einer Vielzahl von Gesangs- und Tanzeinlagen kommen die beiden aber natürlich allen Widrigkeiten zum Trotz zusammen und leben glücklich bis an ihr Lebensende.
Was den Film aber wirklich großartig macht sind eben diese Tanzeinlagen. Man könnte Gene Kelly stundenlang zusehen. Ich fand es bereits bei "Singin' in the Rain" mehr als faszinierend mit welcher Leichtfüßigkeit sich dieser Mann zur Musik bewegt. Er vermittelt bei jedem Step, jedem Schritt, jeder Drehung und jeder akrobatischen Einlage den Eindruck, als wäre es das einfachste auf der Welt, sich so zu bewegen. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Er vermittelt den Eindruck, als wäre es das natürlichste der Welt, sich so zu bewegen. Und man fragt sich unweigerlich, weshalb sich nicht eigentlich alle Menschen immer so bewegen.
Die obligatorische 18-minütige Revue-Sequenz am Ende ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Hat mir aber deutlich besser gefallen als das Finale von "Singin' in the Rain".


LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren

Lesezeichen