IMDB
Regie: Bela Tarr (Werckmeister Harmonies, Satantango)
Cast: János Derzsi (Kontroll), Erika Bók (The Man from London), Mihály Kormos (Werckmeister Harmonies), Volker Spengler (Berlin Alexanderplatz), Ricsi
Ich kannte von Bela Tarr bislang nur seinen grandiosen Werckmeister Harmonies im dem eigentlich so gut wie gar nichts passierte, er den Zuschauer aber komplett in seinen Bann ziehten konnte mit dieser einmaligen Art Bilder und Musik zu inszenieren. Mit seinem neuesten und wie er auf der Pressekonferenz der Berlinale ankündigte auch letzten Film des Regisseurs ist ihm selbiges wieder gelungen. The Turin Horse zeigt die alltäglichen Tätigkeiten eines Mannes, seiner Tochter und deren Pferd, die aufgrund eines Unwetters mehr oder weniger in ihrem Haus gefangen sind. Schon mit seinem perfekt inszenierten Prolog gelingt es Tarr dem Zuschauer wieder in seinen Bann zu ziehen und auch wenn sich die Tätigkeiten der Charaktere kaum variieren kommt zu keiner Sekunde Langeweile auf. Fast schon meditativ begeistern die Bilder auf der Leinwand, die Musik aus den Boxen und nahezu jede Einstellung des Filmes. Tarrs Filme zu beschreiben scheint eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit zu sein; man muss sie erlebt haben. Auch wenn sie sicherlich nicht für jeden zugänglich sein werden; für mich ist The Turin Horse bislang eines der ganz großen Highlights der Berlinale und ich würde mich freuen wenn zumindest der Preis für die beste Regie an Tarr gehen würde (wobei ich zugegebenermaßen nur sehr wenig Filme aus dem Wettbewerb gesichtet habe).


LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren

Lesezeichen