La Terra Trema
( Die Erde bebt, 1948 )
Regie: Luchino Visconti
Buch: Luchino Visconti und Antonio Pietrangeli basierend auf Giovanni Vergas "I Malavoglia"
Nach dem 1942 erschienenen, den Neorealismo begründenden "Ossessione" blieb Visconti auch für seinen zweiten Spielfilm "La Terra Trema" auf vertrautem Terrain und inszenierte einen weiteren bedeutenden Vertreter der neorealistischen Bewegung.
"La Terra Trema" erzählt die Geschichte eines Dorfes an der Ostküste Siziliens, wo die Einwohner seit Generationen vom Fischfang leben. Als ein junger Fischer, der mit seiner Familie im Besitz eines Kutters ist, erkennt, dass das gesamte Dorf schonungslos von den Großhändlern ausgebeutet wird, wird er handgreiflich und wehrt sich gegen die Ungerechtigkeit der Händler. Die Großhändler verzichten jedoch aufgrund ihrer Abhängigkeit von den Fischern auf eine gerichtliche Verhandlung, wodurch der junge Mann erstmals begreift, welche Macht die Dorfbewohner wirklich besitzen.
"La Terra Trema" wurde vollständig an Originalschauplätzen und mit Laiendarstellern gedreht und war ursprünglich als erster Teil einer Trilogie konzipiert, welche sich in den weiteren Teilen den Schwefelarbeitern und Bauern auf Sizilien gewidmet hätte. Allerdings wurde das Projekt aufgrund finanzieller Probleme Viscontis nie vollendet.
Pauline Kael hat den Film einst als "the best boring movie ever made" bezeichnet, was durch die über 2½-stündige Laufzeit und den extrem langsamen und tristen Erzählstil zwar begründet scheint, jedoch wiederum sehr unterschiedlich aufgenommen wird. Ich selbst fand den Film auf seltsame Art und Wiese fesselnd. Wie seht ihr Viscontis Film?


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