Arthur ist beileibe "kein Kind von Traurigkeit", um hier nur mal spielerisch den Untertitel aus der ersten Version dieses Films mit Dudley Moore zu zitieren
Arthur läßt es krachen, und wenn, dann richtig- allein schon die allererste Szene, wie Arthur
das hat was und ist der richtige Opener zu dieser Dramedy der etwas anderen Art. Später sieht man ihn nebenbei bemerkt auch noch im zur ebensolchen Musik vorfahren.
Arthur lebt in Saus und Braus und wirft das Geld mit vollen Händen hinaus, kann jedoch gar nicht genug Geld verprassen, um die innere Leere und seine Alkoholsucht zu übertünchen. In Zaum gehalten wird er einigermaßen von seiner grauhaarigen "Nanny", die das Allerschlimmste an Eskapaden grade so verhindern kann. Arthur macht trotzdem mit viel Hingabe seiner Mutter, einer milliardenschweren Gesellschafts-Lady und ihrem Konzern tagtäglich das Leben schwer, weshalb er gezähmt werden soll und eine Wirtschaftsehe aufgebrummt bekommen soll. Dumm nur, daß sich der kindlich gebliebene Arthur just da wirklich verliebt und zum ersten Mal im Leben wirkliche Gefühle empfindet.
Dieser Film ist in jeder Beziehung entwaffnend. Entwaffnend sympathisch, entwaffend witzig, entwaffnend berührend und zeigt dabei noch sehr viel Herz. Allein die rührend-innige und auch verschrobene Bande zwischen Arthur und seiner Nanny, die er nur kurz bei ihrem Nachnamen "Hobbs" nennt ist umwerfend und zu Herzen gehend. Aber auch die Art und Weise, wie Arthur, ganz Kindgeblieben, als ein wie mit großen Augen durch die große Stadt gehendes großes Kind seine Welt plötzlich neu entdeckt ist wunderbar.
Dazu die tollen Schauspieler: Brand gibt den Chaoten mit Herz mit Verve, dazu eine robuste aber nicht minder herzensgute Helen Mirren. Jennifer Garner gibt als sexy bitch dem Affen Zucker und den Pferden und Arthur die Sporen, den Vogel ab jedoch schießt aber Nick Nolte in einer sehr schrägen Performance, die so auch nicht alle Tage zu sehen ist. Abgerundet wird das Ganze schauspielerisch von einer bezaubernd unbekümmert und natürlich agierenden Greta Gerwig, die mir schon mit der gleichen Art in FREUNDSCHAFT PLUS sehr gefiel.
ARTHUR ist ein wirklich wunderbarer kleiner Film, der einfach witzig und anrührend ist und vor allem viel viel Herz hat.
9/10


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- allein schon die allererste Szene, wie Arthur
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