Heute habe ich mir die beiden "Invasion of the Body Snatchers"-Filme angesehen. Das Original von Don Siegel aus dem Jahre 1956, welches hierzulande unter dem Titel "Die Dämonischen" ins Kino kam, sowie das Remake von Philip Kaufman aus dem Jahre 1978, in Deutschland unter dem Titel "Angriff der Körperfresser" bekannt. Auch wenn ich die beiden Filme bis dato nie gesehen hatte, war ich mit der Geschichte natürlich vertraut, schließlich wurde sie in unzähligen Horror-, Sci-Fi- und Mystery-Filmen bzw. Serien wieder und wieder und wieder erzählt. Don Siegels Original ist so etwas wie die Mutter der Alien-Inavsions-Assimilations-Filme. Allein unter diesem Aspekt lohnt es sich also schon, sich diese Filme, insbesondere das Original, anzusehen.
Invasion of the Body Snatchers (1956)
Dr. Miles Bennell kommt von einem zweiwöchigen Ärztekongress in seine Heimatstadt zurück. Zuhause muss er feststellen, dass in seiner Abwesenheit merkwürdige Dinge vor sich gegangen sind. Unzählige Patienten wollten ihn sprechen. Mehrere Menschen berichten, dass Freunde oder Verwandte nicht mehr sie selbst seien. Anfangs glaubt Bennell noch an eine seltsame neue Form der Massen-Psychose. Doch schließlich finden er und seine Freundin Becky heraus, dass Wesen aus einer fremden Welt unter ihnen sind, die sich ihrer Körper bemächtigen, um eine neue, emotionslose Gesellschaft zu gründen.
Das Original von Don Siegel besticht durch den Charme der Sci-Fi-B-Movies der 50er Jahre, sowie sein gekonnt inszeniertes Spiel mit Paranoia. Der Schrecken entsteht hier nicht durch bösartige Monster, sondern durch den liebenswerten Onkel, der stoisch grinsend den Rasen vor dem Haus mäht. Die durchgehend spannende und immer wieder überraschende Handlung lässt den Zuschauer lange Zeit im Unklaren. Zusätzlich gewinnt der Film durch seine bewusst wertfreie Allegorie auf den Kalten Krieg und die zur damaligen Zeit gefürchtete kommunistische Bedrohung. Ein herrlich nostalgischer Klassiker, dem man zwar in jeder Minute ansieht aus welcher Zeit er stammt, der seinen Unterhaltungswert im Laufe der Jahre jedoch nicht eingebüßt hat.
Invasion of the Body Snatchers (1978 )
Ende der 1970er Jahre drehte Philip Kaufman dieses Remake, welches - ich nehme es gleich einmal vorweg - der Geschichte wenig neues abgewinnen kann und letztendlich absolut unnötig gewesen ist. Die Nostalgie der 50er-Monster-Movies ist dem Charme der 1970er Jahre gewichen. Hat auch was. Allerdings ging mir die für Horror-Filme der damaligen Zeit oftmals sehr laute und hektische Filmmusik eher auf die Nerven, als dass sie für Spannung und Grusel gesorgt hätte. Donald Sutherland und Brooke Adams machen ein gute Figur und es war mal wieder ganz nett, Veronica Cartwright und Jeff Goldblum in der Blüte ihrer Jugend zu sehen. Leonard Nimoy erinnert mich leider immer, egal in welchem Kontext ich ihn sehe, an die Serienfigur, die ihn berühmt gemacht hat, weshalb ich stets Schwierigkeiten habe, ihn in einer anderen Rolle zu akzeptieren. Gut, kann der Film ja nichts für.
Meines Erachtens verspielt der Film bereits von der ersten Einstellung an sehr viel seines Potentials, da die Invasion der Menschheit durch außerirdisches Leben schon während des Vorspanns etabliert wird. Das nimmt der Geschichte von Anfang an einiges an Spannung, da man als Zuschauer stets genau weiß, woran man eigentlich ist. Ein Gefühl von Paranoia kommt ebenfalls kaum auf, obwohl die Story das sehr wohl hergegeben hätte. Von einer winzigen und sehr kurzen Ausnahme abgesehen ist man als Zuschauer stets im Bilde, wer bereits assimiliert wurde und wer noch was menschliches in sich trägt. Dabei hätte man genau aus dieser Unklarheit ein nicht unerhebliches Maß an Spannung generieren können. Zudem fehlt dem Remake der gesellschaftspolitische Kontext, der dem Original damals noch etwas mehr Substanz verlieh. Die Dramaturgie ist relativ konventionell, Überraschungen sind rar gesät und so dümpelt der Film letztendlich so vor sich hin. Überraschend und originell war hingegen das Ende. Das gefiel mir bereits im Original sehr gut. Kaufman setzt dem ganzen jedoch noch einen drauf und ist in seiner Schluss-Pointe noch einen Tick konsequenter. Alles in allem hätte es dieses Remake jedoch, wie bereits zu Beginn erwähnt, nicht gebraucht.


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im UNterschied zu vorher war sehr gut umgesetzt bis auf eine kleine unpassende Szene. Als Nimoy letztlich die Sutterlippe spritzt und ihm erzählt, da wirkte Nimoy so ganz und gar nicht emotionslos, sondern ganz im Gegenteil. Einige Schockmomente (Penner mit Hund / Goldblum im Schlafhaus) sind auch im Film, insgesamt aber wirkt der Schrecken schleichend und stetig angsteinflößend und bedrohlich, da ja hier dann die totale Paranoia ausbricht und der Zuschauer nicht mehr weiß wer noch Freund oder schon Feind ist. Umso angespannter und trotzdem geschockter und überraschter ist man dann immer wieder als Zuschauer. Erwähnenswert auch noch das beinah episch-philosphische Setting zu Beginn als die sterbende Spezies eines sterbenden Planeten einfach auf Überlebenswillen getrimmt, sich ne neue Umgebung suchen will als Rettungsanker.
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