Wow, what a ride!! Was ein abgedrehter toll gemachter Thriller mit Clou.
Geschenkt die absolut hirnrissige Grundkonstruktidee dieses "Source Code" und der noch hirnrissiigeren Prämisse dies könne Einfluß nehmen auf tatsächliche Geschehnisse in der realen Welt. Dazu später mehr im Spoilertext.
Der Film hatte mich eigentlich schon am Anfang "im Sack" mit genialen Flugbildern in und um Chicago, diese tolle Stadt, unterlegt von einer wahnsinnig virilen orchestralen Score-Musik eines mir gänzlch unbekannten Chris Bacon (die ich im Moment wie ich das schreibe grade im deutschen itunes-Store gekauft hab und grad runterlade und gar nicht anzuhören abwarten kann), die schon deutlich Thrillerelemente auf stylishe Art erzeugt. Wir sehen immer wieder einen dieser dreistöckigen Vorortzüge, die ich schon in Toronto liebengelernt hatte. Und wir wissen, da die Kamera immer wieder draufschwenkt auf den Zug, nachdem sie immer wieder satte Bilder von Chicago zwischenrein liefert, daß *irgendwas* mit diesem Zug passieren könnte.
Nun, soweit ist es noch nicht, denn erstmal lernen die niedliche Michelle Monaghan und ihren etwas durch den Wind befindlichen Jake Gyllenhaal kennen, der partout behauptet, nicht der zu sein, den sie in ihm sieht. Bevor sich ihre Irrititationen und sein sich-wehren in der ihm fremden Gesamtsituation erst richtig in voller Blüte auswachsen, fliegt der ganze Zug durch eine gewaltige Detonation in die Luft. Wir sehen direkt drauf einen geschockt/verdutzten Gyllenhaal in einer Art Cockpit und lernen ihn nun als Soldaten kennen, der per Funk und Bildschirm mit einer Verbindungsoffizieren spricht. Diese erklärt ihm er sei in einem Source Code-Projekt, würde in die letzten acht Minuten eines sterbenden Menschen im Zug versetzt und müsse unbedingt den Attentäter dieses Zugattentats herausfinden, weil heute noch ein viel viel größerer Anschlag in Chicago bevorstehe. Wieder und wieder wird er also in die letzten acht Minuten dieses Mannes in den Zu "versetzt" um eben die große Katastrophe zu verhindern.
Ein für den Zuschauer ungemein spannender Wettlauf mit der Zeit beginnt, in welchem es so einige Wendungen und Kniffe zu erleben gibt. Ein Film mit solcher Spannung, daß man als Zuschauer beinah die Finger in die Lehne presst, weil man unbedingt herausfinden möchte ob er es schafft das Attentat und womöglich gar auch das vorige Zugattentat zu verhindern UND indem man natürlich wissen möchte was mit diesem Souce Code *genau" auf sich hat und wo sich unser Filmheld wider Willen nun eigentlich befindet UND wie die ganze Filmhandlung, die Geschichte ausgeht.
SOURCE CODE ist sowohl kompliziert-vertracktes Grundkonstrukt, wie es etwa FREQUENCY oder auch 8 BLICKWINKEL waren, die man kaum für verfilmbar hält, andererseits aber ist SOURCE CODE auch noch ein Zeitschleifenfilm, wie UND TÄGLICH GRÜSST DAS MURMELTIER, in welchem der Titelheld denselben Tag immer und immer wieder aufs Neue erlebt und dabei durchaus Variationen durchmacht.
BEIDES, das zuvor zitierte Einerseits und das Andererseits vereint SOUCE CODE auf unnachahmliche Art und Weise und bietet auch hier andere Blickwinkel für den Zuschauer an. Und wie bei FREQUENCY funktioniert die Kommunikation nicht uf einer Zeitebene, wenngleich in SOURCE CODE keine 20 Jahre dazwischenliegen wie in FREQUENCY.
Nun, ich bin sicher, ob SOURCE CODE mit dem finalen Kniff im Film nicht seine innere zuvor gezeigte Logik ein wenig über den Haufen wirft...obwohl ich das hin und her überlegt hab, bin ich da nicht ganz sicher. Jedenfalls ist das Ende höchst interessant und bedeutet wohl ein Verselbständigen des Source-Code-Grundkonstruktes aus meiner Sicht. Aber wie gesagt, die Grundidee selbst ist absolut hanebüchen an den Haaren herbeigezogen, denn
Wie gesagt, rein von der Logik macht SOURCE CODE nicht den geringsten Sinn, bietet aber immerhin interessante Denkanstöße. Vor allem ist SOURCE CODE ein mitreißener, fesselnder, spannender, unterhaltsamer, toll gefilmter und toll gespielter Thriller mit einer guten Portion Action, der prächtige zwei Stunden Kino/größer als das Leben bietet.
9/10


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