Jahr 2000, Regie: Billy Bob Thornton
Darsteller: Matt Damon, Henry Thomas, Lucas Black, Robert Patrick, Penelope Cruz, Sam Shepard
Kleine Inhaltsangabe:
John Grady Cole verläßt nach dem Tod des Großvaters die in Familienbesitz stehende Ranch in Texas. Gemeinsam mit seinem besten Freund Lacey Rawlins, der sich von der väterlichen Ranch stiehlt, will er in Mexico als Cowboy arbeiten. Sie wollen den Rio Grande überqueren und ein eigenständiges, neues Leben beginnen.
Unterwegs begegnen sie dem blutjungen Jimmy Blevins, der nach Ärger riecht. Kaum in Mexico angekommen finden die beiden Freunde tatsächlich eine Anstellung auf einer Ranch eines sehr reichen Viehbesitzers. John Grady verliebt sich in dessen Tochter Alejandra - der Ärger ist vorprogrammiert.
Des Pferdediebstahls bezichtigt und sich naiv immer weiter in das Dilemma (im wahrsten Sinne des Wortes) hineinreitend landen die beiden Freunde im Gefängnis - dort werden sie mit Gewalt und Brutalität konfrontiert.
...
Mehr möchte ich hier gar nicht "verraten", denn genau das, was in vielen Inhaltsangaben im Internet zu finden ist, nimmt zu viel vorweg.
Klingt nach Western?! Ist ein Western! Aber einer der besonderen Art! Was Billy Bob Thornton hier geschaffen hat ist ein Meisterwerk der Literaturverfilmung. Ursprünglich war der Film mehr als doppelt so lang - doch die Filmgesellschaft ließ den Film kürzen. Schade, ich für meinen Teil hätte gerne gewußt, welche Teile des Buches wie umgesetzt worden wären. Der Film steht dem Buch aber auch so in nichts nach! Ein stiller, ein leiser Film, ohne das gewöhnliche Rumgeballer, das High-Noon-Duell und die dem Vieh hinterherjagenden, johlenden Cowboys.
Dafür mit grandiosen Naturaufnahmen der scheinbar endlosen Weite der Wüste, herrlichen Pferden, einem atemberaubenden Soundtrack (von Marty Stuart), intensiv agierenden Darstellern und einer großartigen Story, die so still und klein erscheint, und doch so große Gefühle auslöst!
Ich empfehle diesen Film allen, die mal etwas anderes sehen wollen, die mal abschalten wollen von dem ganzen Streß des Alltags. Obwohl der Film auch packende Szenen zu bieten hat - vor allem die Gefängnis-Episode ist (im Gesamten betrachtet) nervenaufreibend - hält sich hier die Stille im Vordergrund. Knappe, sehr kurze Dialoge, die unheimlich viel Zeit für Gefühle und Gedanken einräumen, die einem die Gelegenheit geben, die phantastischen Bilder in sich aufzusaugen. An Stellen anderer Filme, in denen man das Gefühl hat immer von einer Szene zur nächsten gehetzt zu werden, nicht alles mitzubekommen, gibt es hier die Möglichkeit zum Durchatmen, als stünde die Zeit still. Und doch kommt nie Langeweile auf, möchte man doch zu gerne erfahren, wie die Geschichte dieser zwei jungen Burschen weitergeht, wie sie endet.
Auch für generelle Western-Fans ein Muß!Für Menschen die Pferde lieben: auch ihr werdet auf eure Kosten kommen! Ich habe selten in einem Film gespürt, wie sehr ein Tier tatsächlich verehrt, geliebt wurde. Hier allerdings spürt man es wirklich: das Pferd ist in diesem Film nicht nur der Namensgeber des Titels, es scheint so, als drehe sich die Welt darum!
In diesem Sinne: viel Freude dabei!
Und nun noch ein P.S.: Ich kam einfach nicht umhin, diesem Film einen eigenen Thread zu widmen. Ich hatte erwartet, das es diesen sowieso schon gibt und war - gelinde ausgedrückt - überrascht ihn nicht vorzufinden. Ich kann mir kaum vorstellen, das ich hier die einzige sein soll, die diesen Film so wunderbar findet!![]()


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Für Menschen die Pferde lieben: auch ihr werdet auf eure Kosten kommen! Ich habe selten in einem Film gespürt, wie sehr ein Tier tatsächlich verehrt, geliebt wurde. Hier allerdings spürt man es wirklich: das Pferd ist in diesem Film nicht nur der Namensgeber des Titels, es scheint so, als drehe sich die Welt darum!
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