IMDB
Regie: Adam Green (Frozen, Hatchet), Joe Lynch (Wrong Turn 2: Dead End), Adam Rifkin (Detroit Rock City, The Chase), Tim Sullivan (Driftwood, 2001 Maniacs)
Cast: Ray Wise (Reaper), Eric Roberts (The Dark Knight), Joel David Moore (Avatar), Lin Shaye (2001 Maniacs), Adam Rifkin (Detroit Rock City), Kane Hodder (The Devil's Rejects), Kristina Klebe (Halloween), Gabby West (Saw 3D: The Final Chapter ), Tracy Dawson (Honey), Tim Sullivan (Driftwood), Ron Jeremy (One Eyed Monster), Christine Haeberman, Florian Klein
Say hello to my little Friend.
Schon in der ersten Szene zeigt Chillerama mit einem abgebissenen Penis, dass es in dieser Kurzfilmsammlung etwas derber zur Sache geht. Die Horrorveteranen hinter der Kamera wollten mit diesem Film eine Hommage an das Autokino schaffen und betteten ihren Film auch in den Besuch eines solchen ein.
Der erste Kurzfilm ist eine abgefahrene Godzilla-Hommage, in der jedoch monströses Sperma die Stadt unsicher macht. Das Ganze ist wunderbar altmodisch eingefangen und besticht unter anderem durch eine detailreiche und liebevolle Ausstattung. Der Trashfaktor ist enorm und dank der kreativen und abgefahren Gags und dem spielfreudigen Cast um Eric Roberts, Ray Wise und Regisseur Adam Rifkin selbst ist Wadzilla letzten Endes eine aberwitzige Lachgarantie für alle Freunde des gepflegten Trash.
Episode 2 hat den Titel I was a Teenage Werebear und ist die schwächste Episode der Sammlung. Dabei ist auch hier die Prämisse durchaus interessant und zeigt die typischen knallharten Typen der 60er als tuntig da und macht sich besonders in den an Grease erinnernden Musicalnummern über sie lustig. Dummerweise nutzt sich dieser Gag aufgrund andauernder Wiederholungen recht früh ab, so dass diese Folge doch recht früh langweilig wird.
The Diary of Anne Frankenstein von Adam Green ist das große Highlight von Chillerama. Sicherlich haben wir Deutsche deutlich mehr von dem Film, ist dieser doch komplett in deutscher Sprache gedreht; einzig Hitler himself darf nur Wortphrasen von sich geben. Im Q&A nach dem Film meinte Green gar, dass er dem Darsteller von Hitler nur wenige Wörter Deutsch (die natürlich meistens in die versaute Richtung gingen) beigebracht hat (ohne dass dieser weiß was sie bedeuten) und diese in seine typische Art und Weise zu sprechen vortragen sollte. Aber davon abgesehen ist der Film eine wunderbare Parodie mit großartigen Gags, abgehobenen Musicalnummern und ich muss sagen, dass ich lange nicht mehr so gelacht habe wie bei diesem Kurzfilm.
Film Nr. 4, Defication, ist der Film, der wohl alle Rekorde in Sachen Fäkalien brechen würde, wenn er nicht schon nach wenigen Minuten von der Haupthandlung um Zombies im Autokino unterbrochen wird. Dieser Strang ist eine wunderbare Hommage auf das Genrekino mit unzähligen, fast schon listenartig gebrachten Filmzitaten gespickt, die zudem noch in einer wunderbar romantischen Geschichte mit einem mehr als nur überzeugenden Ende abschließt.
Wäre nicht die etwas enttäuschende Episode von Tim Sullivan, dann müsste man Chillerama in die höchsten Wertungsregionen hieven. Für mich ein perfekter Partyfilm, wunderbar lustig und mit einem hervorragenden Timing in Sachen Humor. Solle man sich auf keinen Fall entgehen lassen und geht wegen der etwas anderen Anne Frank Geschichte natürlich nur in der OV.


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