Giù la testa 8/10 - Auch wenn der englische Titel eine schrecklich neumodische Snyderei vermuten lässt, handelt es sich hierbei um einen Sergio Leone Streifen und gleichfalls vermutlich einen der unterschätztesten Italowestern ever, absolut unbekannt das Teil, warum auch immer.
Worum geht´s, im Grunde ne typische Leone-Storyline à la "Il buono, il brutto, il cattivo". Zwei Antihelden, ein ehemaliger IRA Terrorist bzw. Sprengstoffexperte und ein mexikanischer Strassenbandit machen sich auf die legendäre Bank in Mesa Verde zu überfallen und werden dabei alsbald in die Wirren der mexikanischen Revolution verstrickt, so dass sie kurze Zeit später selbst Seite an Seite mit den Revoluzzer kämpfen.
Aufgrund seiner Komplexität, Ernsthaftigkeit und politischer Statements fällt der Zugang nicht ganz so leicht wie bei seinen populären Werken, der Dollar Trilogie oder oben genanntem Meilenstein, dennoch handelt es sich bei Giù la testa um ein ausgesprochen exquisites Filmchen, Leone präsentiert hierbei eines seiner reifsten Werke, welches zwischen Once Upon a Time in the West und OUaTiA entstand und seine Amerika-Trilogie komplettiert. Ein wichtiges Stückchen Filmhistorie, das sich jeder Leone Fan einmal zu Gemüte führen sollte, vor allem da man hier einmal eine ganz neue Seite des Meisters des Spaghettiwesterns erkunden kann. Achja Morricone ist natürlich ebenfalls wieder mit an Bord mit seiner stilprägenden Mukke, jedem Cineasten sei selbstverständlich die ungekürzte 2,5 h Version angeraten.


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