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Thema: Hugo (2011)

  1. #11
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    Regisseur Avatar von Bob
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    AW: Hugo (2011)

    ich hatte das topic bei meiner antwort hier gar nicht genau gelesen, nur über meinen nick gestolpert und schnell überflogen, um was es hier geht. ich dachte spontan an mäntel, hüte und gequälte blicke. aber einen fantasy-kinderfilm von Scorsese finde ich dann doch reizvoll.
    Right. It's nine o'clock. They're probably home watching the X-Files.

  2. #12
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    AW: Hugo (2011)

    An dieser Stelle hatte ich meinen Text fürs Filmtagebuch zuerst platziert, jedoch stimmte die Formatierung nicht überein mit dem Getippten und Alles erschien, trotz mehrfachen Editierens, in einem einzigen Block ohne Absätze. Da es im Filmtagebucheintrag so stimmt wie gedacht, verweise ich hiermit die an meinem Text Interessierten auf meinen Filmtagebucheintrag zu HUGO CABRET. http://forum.moviemaze.de/filmtageb%...tml#post503553

  3. #13
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    AW: Hugo (2011)

    3-D-Film "Hugo Cabret": Scorseses Paris kommt aus Frankfurt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
    Artikel von Spiegel-online über die deutsche CGI-Effektschmiede Pixomondo und deren Beitrag zu Hugo Cabret.

  4. #14
    Regisseur Avatar von Pitt
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    AW: Hugo (2011)

    Boah, war der öde. Fand nur die Szenen gelungen, in denen Georges Melies und seine Filme thematisiert wurden. Den ganze Rest hingegen fand ich absolut furchtbar, uninspiriert, fantasielos und so ganz und gar nicht dem "Wundermedium" Kino und seinen Gründungsvätern Rechnung tragend. Bin total enttäuscht. Und was war das bitteschön für ein Verheizen von Schauspielerstars? Jude Law? Christopher Lee? Emily Mortimer? Haben die wirklich mitgespielt? Für einen Moment dachte ich auch noch Johnny Depp als Django Reinhardt ausfindig gemacht zu haben, aber es war dann wohl doch ein anderer...

  5. #15
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    AW: Hugo (2011)

    Pitt, wie konntest du den Film denn oede finden? Denn Melies spielt ja wohl mindestens in der Haelfte aller Szenen ne Rolle. Also muss der Film doch zumindest halb gut sein?
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  6. #16
    Regisseur Avatar von Pitt
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    AW: Hugo (2011)

    Ich meinte die Szenen, in denen Méliès' Filmvergangenheit beleuchtet wurden; man die rekonstruierten Sets und die Originalbilder aus seinen Filmen zu sehen bekam. Diese fand ich aus einem rein filmhistorischen Bezug interessant, der ganze Rest sagte mir aber leider, wie gesagt, ganz und gar nicht zu. Das fing schon mit den Figuren an, die auf mich derart überzeichnet und gekünstelt wirkten, dass Scorsese wohl besser dran gewesen wäre, eine Animationsfilm zu drehen. Die Handlung war schwach erzählt und löchrig (wieso wird bspw. so ein grosses Theater um diesen Robotermenschen gemacht, der ja letzten Endes doch nicht mehr so eine grosse Schlüsselfigur spielt?) und wirkte auf mich unoriginell und konstruiert (Das Geheimnis des Films wird gelüftet, indem Hugo und Isabelle es in einem Buch lesen und der Autor zufällig gerade noch vorbeischlendert. Was für ein Twist!). Dem Film mangelt es an Spannung, Action und Drive. Stattdessen versucht Scorsese ca. ab der Hälfte mit allen Mitteln dem Zuschauer einzuhämmern, wie bedeutungsvoll und magisch doch das Kino ist, sodass es selbst einem Filmliebhaber beinahe schlecht wird. Dabei ist der Film zu wenig 'Film'; er ist viel zu literarisch und muss immer alles aussprechen. Die Message, dass Georges Méliès ein bedeutender Filmemacher war, wirkt so fürchterlich aufgesetzt. Dann noch diese scheinheilige Rede am Ende, dass seine Filme so wichtig für Nachwelt sind und mit allen Mitteln konserviert werden müssen, als ob Scorsese die vorherigen 100 Minuten irgendetwas bedeutungsvolles über ihn ausgesagt hätte. Einfach nur furchtbar...

    Vielleicht lag es aber auch an der lust- und emotionslos runtergeleierten deutschen Synchro, in der ich ihn - irrtümlicherweise! - sehen musste, oder an den 3D-Effekten, die so revolutionär sein sollten, mich aber ein weiteres Mal vollkommen kalt gelassen haben. Den Mehrwert von 3D hat sich mir ehrlich gesagt auch noch nicht erschlossen. Ich hab bisher noch nie begeistert nach einem 3D-Film das Kino verlassen und ich glaub jetzt auch zu wissen warum: Die Illusion Kino bricht bei mir in dem Moment zusammen, in dem ich die Brille aufsetze und mir damit jedesmal unweigerlich ins Gedächtnis rufe, dass ich gerade einen Film schaue. In der Hinsicht empfinde ich 3D also nicht als realistischer oder eine Bereicherung, sondern gerade als unechter/störender. Das Medium Film drängt sich regelrecht auf. Ich kann mich nicht mehr in ihm verlieren, wie es bei "zweidimensionalen Filmen" der Fall ist. Wobei dies mit 2D und 3D sowieso totaler Quatsch ist. Der Film war schon immer dreidimensional. Eine wirklich künstlerische Verwendung von 3D ist mir bisher auch noch nicht begegnet.
    Geändert von Pitt (16.02.2012 um 04:11 Uhr)

  7. #17
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    AW: Hugo (2011)

    Zitat Zitat von Pitt Beitrag anzeigen
    1. Das fing schon mit den Figuren an, die auf mich derart überzeichnet und gekünstelt wirkten, dass Scorsese wohl besser dran gewesen wäre, eine Animationsfilm zu drehen. (2. wieso wird bspw. so ein grosses Theater um diesen Robotermenschen gemacht, der ja letzten Endes doch nicht mehr so eine grosse Schlüsselfigur spielt?) 3. (Das Geheimnis des Films wird gelüftet, indem Hugo und Isabelle es in einem Buch lesen und der Autor zufällig gerade noch vorbeischlendert. Was für ein Twist!) 4. Dabei ist der Film zu wenig 'Film'; er ist viel zu literarisch und muss immer alles aussprechen.
    1. Das haette man sicher machen muessen. Denn es ist ein Kinderfilm mit einem surrealen Touch, fand deswegen, dass die Figuren stimmig waren.

    2. Der Robotermann ist die letzte Verbindung von Hugo zu seinem Vater. Und er ist eine Metapher fuer Melies. Nur wenn der Robotermensch fertig wird, kann Hugo nochmal gluecklich werden und die Reparatur ist die Wiederherstellung von Melies. Ob das jetzt so ausgefallen ist, sein mal dahingestellt.

    3. Wieso Twist? Hab den Film gar nicht so empfunden, dass er auf einen Twist hinzielt.

    4. Das wuerde ich wiederum auf Kinderfilm zurueckfuehren, wobei deine Argumentation hier auch widerspruechlich ist. Denn das mit dem Robotermenschen wird ja schliesslich nicht ausgesprochen.

    Deinem 3D-Bashing kann ich mich nur anschliessen. Finde auch gerade die 3D-Brille nervig und in der Tat scheint das Bild dunkler zu sein, was ja logisch ist, weil die Linsen/Glaeser ja auch dunkel sind. Was mich aber am meisten gestoert hat, war dass das Bild nicht immer scharf war, durch die Brille. Zum Beispiel bei Einstellungen von Figuren in Nahaufnahme, habe ich neben den Gesicht, nochmal einen leichten Ueberhang gesehen. Es sag also manchmal genauso aus, als wenn ich die Brille nicht aufhaette. Tja, und was 3D jetzt an Mehrwert bringt hat mir auch noch keine erklaert.
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  8. #18
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    AW: Hugo (2011)

    Zitat Zitat von Danwalker Beitrag anzeigen
    1. Das haette man sicher machen muessen. Denn es ist ein Kinderfilm mit einem surrealen Touch, fand deswegen, dass die Figuren stimmig waren.
    Ja, der Film ist scheinbar in erster Linie wohl doch für Kinder konzipiert worden. Die Figuren waren mir demnach allesamt zu naiv und oberflächlich. Dass Kinder daran Gefallen finden können, will ich also mal nicht abstreiten.

    2. Der Robotermann ist die letzte Verbindung von Hugo zu seinem Vater. Und er ist eine Metapher fuer Melies. Nur wenn der Robotermensch fertig wird, kann Hugo nochmal gluecklich werden und die Reparatur ist die Wiederherstellung von Melies. Ob das jetzt so ausgefallen ist, sein mal dahingestellt.
    Für mich wurde das im Film leider nicht deutlich rüber gebracht, was der Robotermann für eine Bedeutung für Hugo besitzt. Ich meine, seine Funktion beschränkt sich doch letzten Endes darauf, ein Bild aus Die Reise zum Mond zu zeichnen. Ich konnte nicht erkennen, was jetzt daran so bedeutsam sein sollte. Im Gegenteil, es kam mir reichlich plakativ vor, dass der absolut augenscheinlichste Weg eingeschlagen wurde, um die von Mechanik und Zahnrädern bevölkerte Welt Hugos irgendwie mit der Welt des Filmes zu verknüpfen. Aber naja, da haben wir's wieder: Kinderfilm. Dass er eine Metapher für Méliès sein soll, kann ich da schon eher nachvollziehen. Aber angesichts der Tatsache, dass sich die Handlungsimplementierung des Robotors für mich so unfertig anfühlte, fand ich sie auch nicht besonders überzeugend.

    3. Wieso Twist? Hab den Film gar nicht so empfunden, dass er auf einen Twist hinzielt.
    Na ja, Twist in dem Sinne, dass ab dem Moment offenbart wurde, dass der Spielzeugverkäufer Méliès in Wirklichkeit einmal ein bedeutsamer Filmemacher war. Geht man bereits mit diesen Vorwissen in den Film ist es natürlich kein Twist. Aber auch wenn man die Szene ungewichtet auffasst, besonders originell sie nicht. Man hätte doch die Offenbarung von Méliès Vergangenheit viel spannender und aufregender gestalten können, als einem diese Information einfach durch ein Buch zu vermitteln. Fantasieloser geht ja nun wirklich nicht mehr.

    Aber vielleicht bin ich auch einfach mit der falschen Erwartungshaltung an dem Film gegangen. Ich hab gedacht, dass er mehr auch für ein erwachsenes Publikum zugeschnitten sei. Leider habe mich dbzgl. wohl ziemlich getäuscht.
    Geändert von Pitt (16.02.2012 um 13:32 Uhr)

  9. #19
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    AW: Hugo (2011)

    Gerade zu Beginn dachte ich durchaus, dass mich der Film richtig umhauen könnte. Nicht nur das fabelhafte 3D war eine Augenweide: Die Kamerafahrten, die Location des Bahnhofs und die wunderbaren Figuren taten ihr übriges. Doch leider gab letzten Endes die Geschichte zu wenig her um den Film in höchste Wertungssphären zu hieven, denn dafür wirkt Hugo erzählerisch oft zu unrund. Optisch hingegen ist Martin Scorseses Film ein wahrer Augenschmaus, zollt dieser einem der größten Regiepioniere aller Zeiten auf wunderbare Art und Weise Tribut und schafft es tatsächlich den Film mit einer gewissen magischen Aura zu behaften. Das stargespickte Darstellerensemble gibt keinen Grund zur Klage; besonders schön ist es zudem Ben Kingsley endlich mal wieder in einer richtig guten Rolle gesehen zu haben. Letztendlich hat Hugo dennoch ein paar erzählerische Schwächen zu viel um ganz großes Kino zu sein, aber alleine optisch ist der Film jeden Cent wert
    Life ain't about how hard you can hit. It's about how hard you can get hit and keep moving forward.

  10. #20
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    AW: Hugo (2011)

    Ich fand den Film wirklich toll gemacht, auch wenn es da und dort zu ein paar Ungereimtheiten kam.
    Die Sache mit dem Schlüssel ist mir da gleich aufgefallen. Hugo sieht den Schlüssel im Kiesbett der Bahngleise, dann springt er runter und das Ding liegt schön sauber auf der Schwelle.
    Aber egal ... das Flair, die Magie und das Clockpunk-Feeling ist schön rübergekommen und Paris ist immer eine Reise wert ... auch wenn nur im Kopf.
    Hab da noch aktuelle Lektüre, falls es jemand interessiert ...
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