Der neue High-Concept-Science-Fiction von Andrew Niccol ist in Wirklichkeit keiner mehr, so ist der Film der beste Beweis dafür, wie schnell Wirklichkeit die Fiktion einholen kann. Natürlich kommt kein Zuschauer umhin, In Time nicht als überdeutliche Allegorie auf den modernen Raubtierkapitalismus zu lesen. Die Idee und das Konzept mit der Zeitwährung fand ich schon vorab hochinteressant, aber leider driftet Niccol viel zu schnell in allseits bekanntes Genreterritorium ab und verbleibt dort leider bis zum Schluss. Daher kann der Film höchstens visuell (Kamera Roger Deakins) mit Niccols hervorragendem Gattaca gleichziehen, bleibt aber inhaltlich um Welten hinter diesem zurück.


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