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Regie: Robert Wilde (Mein neuer Freund)
Cast: Christian Ulmen (Herr Lehmann)
Das Team hinter einer der besten deutschen TV-Shows der letzten Jahre (Mein neuer Freund) schlägt wieder zu. So schleust sich Christan Ulmen als 18jähriger Klassenwiederholer unbemerkt in eine Schule ein (Christian Ulmen in einem Focusinterview: Es wurde kommuniziert: Da kommt ein neuer Mitschüler, der hier seine letzte Chance ergreifen will. Der wird von Kameras begleitet und das wird später ein Kinofilm. Insofern waren eigentlich alle eingeweiht) und zeigt relativ unaufgeregt das Zusammenleben einer ganz normalen Schule in Deutschland. Im Gegensatz zum Haudraufhumor der Serie oder den Provokationen eines Borat hält sich Ulmen dieses Mal sehr zurück, betrachtet mehr sein Umfeld und gibt oftmals nur kleine Anstöße und schaut wie sich die Gruppendynamik in der Klasse entwickelt. Thematisiert werden hier beispielsweise die Verhältnismäßigkeit bei der Notenvergabe einer mündlichen Abfrage, sowie das Erniedrigen der Schüler an der Tafel durch einen ironischen Lehrer vor der ganzen Klasse. Dabei trifft Ulmen stets den richtigen Ton und geht dabei in der titelgebenden und zurückhaltend interpretierten Rolle so gut auf, dass man sich teilweise selbst ertappt daran zu glauben einen Schüler auf der Leinwand zu sehen. Ein paar Abzüge in der B-Note gibt es dennoch, denn ein, zwei im Vorfeld ausgedachte Dinge wie die Liebelei zu einer Lehrerin stört den experimentellen und interssanten Touch des Filmes doch ein wenig. Nichts desto trotz ein überaus interessanter Film, der das Alltagsleben einer ganz normalen Schule auch einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel zeigt, als ihn uns die Medien oftmals weiß machen wollen.


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