Wunderbarer Film. Vielleicht nicht ganz so grandios wie About Schmidt oder Sideways, aber gerade innerhalb der sehr ehrlich und ungezwungen wirkenden Figurenkonstellationen zeichnet Payne erneut ein sehr einfühlsames und bewegendes Drama. George Clooney fügt sich glaubhaft in das Hawaiianische Setting ein und spielt den verzweifelnden Familienvater stets überzeugend. Auch die anderen Charaktere sind bis in die Nebenrollen perfekt besetzt. Die Inszenierung ist die meiste Zeit über sehr zurückhaltend; gelegentliche Landschaftsbilder und Hula Hula-Klänge unterstreichen die sentimentale, aber nie kitschig wirkende Handlung. Richtig großartig fand ich die bereits erwähnte Schlusseinstellung des Films: Die Hinterbliebenen, die sich gemeinsam vor dem Fernseher wiederfinden und unter der Decke zusammenkauern. Die Perspektive wechselt hier plötzlich: Der Zuschauer betrachtet nicht mehr bloß die Figuren des Films, sondern die Filmfiguren schauen nun ihn an, bzw. der Zuschauer und die Filmfiguren schauen sich gegenseitig an. Als ob Payne hier das Bild seiner Charaktere auf den Zuschauer zurückwirft und fragt, ob wir ähnliches durchlebt und etwas von ihren Erfahrungen und Erlebnissen mitgenommen haben. Vielleicht hat jemand aber auch noch eine andere Interpretation?


LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren

Lesezeichen