Mit Zwischentönen meinte ich jetzt aber nicht kleine Nebenhandlungen, sondern mehr die Atmosphäre der Bilder. Filme, die sich nur an der Story orientieren, bzw. die - wie du sagtest - "eine dramaturgische 08/15-Form gegossen sind und einzig auf die Stimulation des Zuschauers mit Wendungen und Zielen hinaus laufen" spielen in einer Art 2. Klasse, denn sie nutzen das Medium nicht vollständig aus.Zitat von Morten
Eine gute und spannende Geschichte kann ich auch lesen, dazu muss ich mir keinen Film angucken.
Um mal ein Beispiel zu nennen:
Aviator. Da gibt es die biographische Handlung, die zwar alleine schon begeistern kann, viel eindrucksvoller fand ich da aber den Schnitt, die Montagen und Details im Spiel, die die innere Zerissenheit von Hughes aufzeigten. Das war für mich der berauschende Effekt an dem Film, und hat eigentlich gar nicht soviel mit der Handlung zu tun.
Ich vertrete ja die Meinung, dass die Handlung für einen Film vollkommen unbedeutend ist. Die Handlung ist nur der Rohstoff, aus dem der Künstler dann sein Werk formt. Man könnte wahrscheinlich auch 90 Minuten lang ein Stück Scheisse filmen - solange die Bildsprache und ihre Montage eine Erzählung und Gefühle transportieren, würd ich's mir angucken.
Right. Nenn es mal eine Asympathie gegenüber der Überlegungen, die in Signs angestellt werden. Da baut sich bei mir automatisch eine Blockade in meinem Gehirn auf, die sich das nicht antun will. Wie beim Wort zum Sonntag oder den Werbeblöcken im TV. Ich verstehe die Message, will sie aber unter keinen Umständen aufnehmen oder ernsthaft diskutieren.Zitat von Kalervo


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