Bilde ich mir das ein, oder gibt es nur noch zwei Arten von Shakespeare-Verfilmungen? Solche, in denen die Handlung an irgendeiner hippen US-High School angesiedelt ist und lauter mindestens ebenso hippe Jung-Darsteller, die allesamt so aussehen, als hätten sie vor den Dreharbeiten noch nicht einmal gewusst, wer Shakespeare überhaupt war, den Text so lustlos herunterleiern, dass selbst die größte Tragödie nur noch wie eine billiger Teenagerfilm in der Art von "She's all that" wirkt. Und es gibt da noch die Shakespeare Filme von und mit Kenneth Branagh. Die sind zwar zum Großteil gelungen, aber nach dem zehnten mal fängt diese penetrante Selbstinszenierung Branagh's doch an zu nerven und wenn er in "Love Labour's Lost" den Text soweit kürzt, dass man der Handlung nur noch folgen kann, wenn man das Stück schon vorher einigermaßend gut kannte, kann man das einfach nicht mehr als gelungene Adaption bezeichnen.


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