Eyes Wide Shut ist ja ein sehr *umstrittener* Film und mich würde mal interessieren wie ihr dazu steht! Toller Film? Würdiges Vermächnis von Kubrick oder sein schlechtester Film?
Eyes Wide Shut ist ja ein sehr *umstrittener* Film und mich würde mal interessieren wie ihr dazu steht! Toller Film? Würdiges Vermächnis von Kubrick oder sein schlechtester Film?
mundus vult decipi
Ich kann verstehen, wenn jemand sagt, daß er mit "Eyes" nichts anfangen kann. Mir persönlich hat er sehr gut gefallen. Die Atmosphäre hat mich ziemlich gefangen genommen und in manchen Sequenzen erinnert mich der Film an "Wenn die Gondeln Trauer tragen". Ich war jedenfalls sehr fasziniert, obgleich ich den Grund gar nicht so richtig nennen könnte, was mich wohl als FIlmkritiker disqualifiziert![]()
Mir ist noch was zum Topic eingefallen:
Hat hier eigentlich außer mir noch jemand das Buch (Traumnovelle von Arthur Schnitzler), auf dem der Film basiert, gelesen?
Wenn ja, dann teilt mir doch bitte eure Meinung darüber, ob ihr es gut findet, dass im Gegensatz zum Buch im Film aufgeklärt wird, dass die Frau, die sich auf der Orgie für Dr. Bill opfert, dieselbe ist, die er später im Leichenschauhaus sieht, mit.
mundus vult decipi
Guten Tag,
mir hat in "Eyes wide shut" vor allem die Mysteriöse und bedrohliche Stimmung sehr gut gefallen, aber ich finde, dass sich Kubrick bei der Darstellung der Orgie etwas hätte zurückhalten können...
all the world's a stage, and all the men and women merely players: they have their exits and their entrances; (As you like it) are you not entertained? (Gladiator)
Was mir auch noch sehr gefallen hat an "Eyes Wide Shut" ist der geniale Soundtrack. Die Musik von Jocelyn Pook klingt so eigen, geheimnisvoll, fremd und ist perfekt für den Film geeigenet.
mundus vult decipi
Täusche ich mich oder geht es Kubrick in seinen Filmen eigentlich eher darum, eine bestimmte Atmosphäre zu schaffen, als sich haargenau an Romanvorlagen zu halten (siehe SHINING)?
<font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: eleanor am 2001-04-12 12:48 ]</font>
Es war einfach immer so, daß Kubrick sich sehr selten eng an die Romanvorlage gehalten hat. Bei "The Shining" zum Beispiel spricht man gerne von einem der ganz wenigen Filme, die bedeutend besser sind, als das ihnen zugrunde liegende Buch... (was wohl auch Stephen King so sah und was wohl der Grund war, warum er den Film hasste... *g*). Auch bei Kubricks größtem Meisterwerk, "2001: Odyssee Im Weltraum", hält er sich keineswegs genau an den von seinem Freund Arthur C. Clarke vorgelegten Roman, sondern lässt den Zuschauer im Dunkeln, was Clarke in seinem Werk gegen Ende durch viele Erläuterungen, die Kubrick sich in seiner Verfilmung ganz sparte, zu verhindern sucht. Genau dadurch bekommt Kubricks Verfilmung ihre ganz eigene Handlung und - was ich besonders faszinierend finde - man "versteht" den Film "2001" zwar, wenn man das Buch gelesen hat so wie er verstanden werden soll, weiß aber genauso gut, daß es noch andere "Wege zum Ziel" gibt...
Kurz gesagt: Nein, Kubrick hat sich selten eng an die Romane gehalten...
Irgendwie kann ich Stephen King schon verstehen, schließlich hat Kubrick vom ursprünglichen Roman nicht mehr allzuviel übriggelassen. Meiner Meinung nach ist der Film für Leute, die den Roman nicht gelesen haben nicht ganz einfach zu verstehen.
Mittlerweile ist THE SHINING ja neu verfilmt worden. Dieses Mal hatte King ja mehr zu sagen; der Film bzw. die Filme kleben richtig schön an der Vorlage.
Wäre auch mal interessant zu diskutieren, welche Fassung warum besser ist. Aber ich kann mir eigentlich schon denken, dass Kubrick in diesem Forum nicht verlieren kann, oder?![]()
Stanley hat hier mal ganz gewaltig verloren... leider... aber darauf wollen wir nicht wieder zu sprechen kommen... (ich sage nur: Index 2001)
Eigentlich ist es eine Frechheit, überhaupt einen Vergleich zwischen Stanley Kubricks Horrormeilenstein und dieser billigen TV-Version zu ziehen. Allein schon der Aufbau des Horrors, der duch die fasznierenden Kamerafahrten und das claustrophobisch erdrückende Hotel unterstützt wird, ist Lichtjahre vor dieser TV-Version. Der ganze Film wirkt in seiner Gesamtheit intensiver, beängstigender und bösartiger. Und der Vergleich der beiden Hauptdarsteller erübrigt sich ja wohl, auch bei noch so viel Objektivität...
Ein Vergleich zwischen Kubricks "The Shining" und der "The Shining"-TV-Version ist, als ob man sich fragen würde, ob das Remake von "Psycho" besser sei als Hitchcocks "Psycho"...
... und das sage ich nicht nur, weil ich Kubrick-Fan bin...
The Shinning ist die beste STPHEN KING verfilmung an deren klasse vielleicht noch Brian DePalmas Carrie rankommen könnte!
Der Film bietet neben seinen Innovationen auch eine ungeheuere Intensität und eine betäubende Atmosphere. Besonders die Szene wo Blut aus dem Fahrstuhl störmt läßt es jedem kalt den Rücken runter laufen. Dann gibt es diese Anfangsszene, wo zum ersten mal in der Filmgeschichte die Steadicam zum Einsatz kam und das vom Helikopter aus. Ich kenne auch den Roman zum Film und muss sagen dass es hier wirklcih zu trifft das der Film besser ist als die Vorlage! Dann gibt es da noch die Darstellung von Jack JOKER Nicholson die sich mit ihrer intensität dem Film perfekt anpasst. Dann hat der Film (da werdet ihr bestimmt anderer Meinung sein) als vorlage zu Sixth Sence gedient. Denn in Shinning besitzt der junge auch ein sechsten Sinn!
Kubrick zählt eindeutig zum Olymp der besten Regiseure und hat den Film sehr geprägt.
Noch ein Wort zu Steven King. Dieser Mann kann ganz gute geschichten schreiben, aber vom Filme machen sollte er sich zurückhalten. Denn jeder der Filme wo King seine Finger hatte waren sehr mittelmäßig, wenn nicht sogar schlecht. Die TV-Verfilmung von Shinning war das letzte überhaupt, die Schauspieler wirkten lächerlich und die Regie war auch miserabel. Denn mit Kubricks Meisterwerk zu vergleichen ist eine beleidigung fürs kino!!!
Verpasst du auch einem Mann eine Fussmassage?
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