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Thema: Fight Club

  1. #21
    Regisseur
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    Fight Club

    Hatte mal wieder lust ein Topic rauszukramen und da ich den film jetzt ein paar mal in der letzten Zeit gesehen habe wollte ich den nochmal rauskramen :wink:

    Fight Club ist technisch überragend, durchaus intelligente - wenn auch vor allem am Ende kaum durchschaubare - Story...
    Naja Lester wie sagt unser guter und Treuergebener Sprecher gleich nachdem auflösendem Gespräch im Hotelzimmer mit Tyler: "Der Film geht weiter und keiner im Publikum des Kinos hat eine ahnung was jetzt los ist"

    kein palkn aob das schon gesagt wurde, aber als er es mit marla treibt, sagt sie ja auch das sie es nichtz glauben konnte was da in der nacht gascha, und tylor ist nicht zu finden.°°!!°°
    Na OZz ich würde nicht unbedingt sagen das, das ein anzeichen für Persönlickeitsspaltung ist.Den Marla ist wie man im Film mitbekommt eine etwas komische Person.Und nur weil sie das zu ihm sagt heißt es nicht gleich das sie ihn meint.
    Was ich hingegen ein anzeichen finde, ist das Norton sagt das Tyler und Marla nie im selben raum sind ausser wenn sie Sex haben.Oder auch als Norton er in Tyler's Zimmer reinschielt während die beiden es wieder machen und Tyler plötzlich die Tür aufmacht und die beiden kurz reden....da fragt Marla Tyler den mit wem er rede.
    Eigentlich hat Norton nicht nur eine Multiplepersönlichkeit sondern ist auch Schizophren.Weil andernfalls würde er Tyler ja gar nicht sehen den normalerweise ist es doch immer so das die Multiple Person aus einem rauskommt und man bekommt davon nichts mit oder?

    Übrigens ich habe 4 Bilder wo man Tyler in den ersten 15 Minuten für eine Millisekunde reingeschnitten sieht.Wer die haben will nur bescheid sagen!

    _________________
    die geißel des internets...der fluch im icq...der schrecken des forums...kurz...satan und saddam hussein in personalunion...mich

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Neofeopeo am 2002-04-10 16:04 ]</font>

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Neofeopeo am 2002-04-10 16:07 ]</font>
    God Creates Dinosaurs.God destroys Dinosaurs.God creates man.Man destroys god.Man creates dinosaurs.
    Dinosaurs eat man.Woman inherits the earth.

  2. #22
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    Fight Club

    ich hier! Ich will die Bilder sehen!!!

    Fight Club ist der beste Film ever!
    Clooney is like a Chanel suit. He'll always be in style.

  3. #23
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    Fight Club

    LesterBurnham schrieb am 2001-03-10 15:30 :
    Man kommt zusammen, schlägt sich die Köpfe ein und Fincher stellt es teils - trotz der vorhandenen und auch gut umgesetzten Gesellschaftskritik - so dar, als ob es die absolute Erfüllung wäre, wenn man jemanden krankenhausreif schlägt.
    Es ist doch die Erfüllung für die Mitglieder des Fight Clubs... nur weil Fincher solche Charaktere interessant findet und so einen Film macht heißt es doch nicht, dass er gerne mal jemanden krankenhausreif schlägt. Ich hab auch noch nicht gesehen, dass Oliver Stone ein Blutbad mit seiner Freundin angerichtet hat.

  4. #24
    Regisseur Moderator Avatar von Anne
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    Fight Club

    LesterBurnham schrieb am 2001-03-10 15:30 :

    Was mich an dem Film stört, ist die totale Verherrlichung vollkommen asozialen Verhaltens. Man kommt zusammen, schlägt sich die Köpfe ein und Fincher stellt es teils - trotz der vorhandenen und auch gut umgesetzten Gesellschaftskritik - so dar, als ob es die absolute Erfüllung wäre, wenn man jemanden krankenhausreif schlägt.
    Fight Club zeigt, meiner Meinung nach, nur "Aktion - Reaktion". Er sagt nicht, "verhaltet euch asozial, und alles wird gut". Er verdeutlich nur das Problem. Wir alle, egal ob Mann oder Frau stumpfen in der heutigen Gesellschaft immer weiter ab. Wir fühlen nichts mehr, und die Figuren im Film gehen gegen diesen Umstand so an, daß sie sich schlagen, und zerstören.
    Aber das ist nur das Resultat des gesellschaftlichen Problems. Der Film erhebt nicht den Ansprucht, das Heilmittel gegen die Krankheit zu präsentieren. Er zeigt die Symptome - nicht die Medizin.
    I like it. It's got that "It's-a-cruel-world-let's-throw-ourselves-in-the-Abyss"-Type ambience...

  5. #25
    Regisseur Moderator Avatar von Daniel
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    Fight Club

    Ich fand gerade dieses Kampf-Element bei dem Film sehr reizvoll, auch wenn es ganz sicher nicht so ist, dass es zur absoluten Glückseligkeit führt, wenn man jemanden krankenhausreif schlägt, das passiert in dem Film ja auch nur einmal, als der Erzähler sich nicht mehr unter Kontrolle hat.

    Aber es ist nunmal so, dass der Kampf Mann gegen Mann die älteste Form des Kräftemessens ist; dieses Kräftemessen gibt es auch heute noch, am offensichtlichsten im Sport in einer relativ puren Form, im Alltag auch, dort aber eher versteckt und mit anderen Mitteln, das Kräftemessen läuft hier eher auf das Sichern der besten sozialen Position hinaus. Durden versucht die Regeln der Gesellschaft für den Augenblick des Kampfes außer Kraft zu setzen, der Mensch wird zum Tier und das Kräftemessen wieder zu seiner ursprünglichen Form zurückgeführt.

    Ich würde gar nicht mal unbedingt sagen, dass sich die Leute in "Fight Club" zerstören wollen, es geht vielleicht um Schmerz als reinigende Erfahrung, primär aber um den Kampf an sich, eine Lösung des gesellschaftlichen Problems wird ja auch im Ansatz geliefert, nämlich mit der erwähnten Rückführung von pervertierten Duellen wie "Wer fährt das schnelleste Auto?", "Wer trägt die teuersten Klamotten" zu solchen, die nicht mehr vom gesellschaftlichen Status abhängen und damit eine "klassenlose Gesellschaft" schaffen: Die Auflösung des Kapitalismus. Der Film zeigt das natürlich recht provokant und satirisch, was aber auch eine seiner Stärken ist.

  6. #26
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    Fight Club

    ... während eine seiner vielen Schwächen es in meinen Augen aber auch ist, daß er - wie alle "guten" Satiren - darauf abzielt, daß sich die Zuschauer mit Tyler Durden identifizieren können, daß sie sich denken "Ja, klar. So bekloppt der Typ auch ist, da ist schon was Wahres dran."
    Und mal ehrlich, ist das nicht das traurigste Armutszeugnis, daß sich der Zuschauer selber ausstellen kann?

  7. #27
    Regisseur Moderator Avatar von Matt
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    Fight Club

    ich glaube nicht das sich irgendjmd. allen Ernstes mit Tyler Durden identifiziert... Lester der Film gefällt dir einfach nicht! - das wissen wir, gut... aber du versucht ihn die ganze Zeit schlecht zu machen und versucht ihn bloß zu stellen, zu behaupten er wäre nicht gesellschaftskritisch es wäre keine gekonnt insenierte provokante Satire... schon die ganze Zeit... das Problem: du lieferst keine guten Argumente, meiner Meinung nach...
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  8. #28
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    Fight Club

    Ähm... wenn man mal bedenkt, daß ich schon etliche Leute gehört habe, die sagten, Tyler Durden wäre die "wahrhaftigste" Filmfigur der letzten Jahre, halte ich mein Argument für durchaus gerechtfertigt, wenn ich denn wohl auch meinen Teil zu den allgemeinen "Fight Club"-Lobhudeleien beitragen dürfte... :wink:

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: LesterBurnham am 2002-04-10 23:17 ]</font>

  9. #29
    Regisseur Moderator Avatar von Matt
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    Fight Club

    dann habe ich keinerlei solcher Stimmen vernommen... für uns war Fight Club einfach so ein Film der Barrieren überschritt und der wirklich sehr gut inszeniert war, und schnell zum richtigen Kultfilm aufstieg...
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  10. #30
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    Fight Club

    Er war gut inszeniert, wenn auch teilweise überfrachtet. Wirkte auf mich oft wie ein typischer "Ich muß alles erzählen, was mir einfällt, und was ich schon immer mal loswerden wollte"-Debütfilm, der natürlich keiner ist.
    Außerdem bin ich ja einfach nur der Meinung, daß sich der Film eine ungemein aufdringliche Masse an "Wahrheit" anmaßt und dadurch schnell äußerst prätentiös wirkt.
    Als ich "Fight Club" ansah, hatte ich ständig das Gefühl, als würde Fincher sagen, nein vielmehr "brüllen" wollen: "So, das ist richtig, das ist die Wahrheit, endlich ist alles aufgedeckt, endlich wisst ihr, wie beschissen alles ist!"
    Die Frage, die ich mir darauf stelle, ist einfach: Wer braucht das?
    Wer braucht ernsthaft einen Film, in dem suggeriert wird, daß die ganze Welt die Hölle ist, und daß der komplette Ausbruch aus jedem sozialen Gefüge wenigstens einen Ansatz von Befreiung bedeuten kann?
    Es erinnerte mich ein wenig an die Werke von Nietzsche, der ebenfalls von einer vollkommen schlechten Welt ausging. Der Unterschied ist aber, daß Nietzsches Werk nicht dieses "Überladene" hat, sondern er sich sehr gewählt und bis zum Letzten ausführlich, mit jeder Thematik für sich beschäftigt, was seine fatalistische Ansichtsweise untermauern *kann*.
    "Fight Club" hingegen verdammt die gesamte Zivilisation binnen von knapp 140 Minuten und erklärt alles für schlecht, ohne sich wirklich auf die Details seiner "Anklage" einzulassen.
    Wenn ich mir eine so konsequent radikale Ansicht wie "Fight Club" zuschreibe, muß ich sie auch ebenso konsequent fundieren. Das kann aber in meinen Augen nicht gelingen, wenn ich versuche, alles und jeden zu "vernichten" und das in so knapper Zeit.

    "Fight Club" wirkt auf mich überstürzt, überhastet und sehr bewußt darauf getrimmt, einen Nerv beim Zuschauer zu treffen, der den "Das muß so sein!"-Gedanken auslöst. Im letzten Gedankengang finde ich das Unterfangen "Fight Club" lächerlich.

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