Im Zuge der Dogma-Diskussionen der letzten Wochen war ich am Dienstag unterwegs in Sachen Filme ausleihen, leider (oder Gott sei Dank?) war kein einziger der drei großen Dogma-Streifen zu bekommen. Plötzlich fiel mein Blick auf "Breaking the Waves". Ich war mir ja so sicher den Film bereits gesehen zu haben, doch als ich dann den Inhalt auf dem Cover laß, bemerkte ich daß ich den doch noch nicht kenne. Also hab ich ihn mir natürlich gleich ausgeliehen und des nächtens reingezogen.
Was soll ich sagen? Kotzen hätte ich können. Und zwar die ganzen 159 Minuten lang. So einen Dreck hab ich ja schon lange nicht mehr gesehen. Ich frag mich jetzt ernsthaft, was die Kritiker nur an dem Film finden? Der hat doch sogar ein Pälmchen in Cannes abgestaubt. Die Konkurenz kann in dem Jahr nicht besonders groß gewesen sein.
Okay, Emily Watson hat göttlich gut gespielt, das muß man ihr lassen. Die Oscar-Nominierung geht echt in Ordnung. Das ändert aber nicht viel daran, daß der Film handlungsmäßig und inszenierungstechnisch einfach Müll ist. Besonders diese bescheuerte Wendung am Schluß.
Da ich mich keine einzige Sekunde unterhalten hab, die Geschichte so absolut uninteressant war und mich die beiden Haupcharaktere sowas von kalt gelassen haben, erinnerte ich mich an Lesters Worte: Mich muß ein Film zum nachdenken anregen. Doch auch das hat "Breaking the Waves" nicht geschafft. Wenn ich ehrlich bin, hat mich "Armageddon" am Wochenende nachdenklicher gestimmt.
Ich glaub, zu dem Film werd ich jetzt eine richtig schöne Review schreiben. Das kann man ja nicht einfach so akzeptieren.


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