Gerade komme ich aus dem Filmpalast voller frischer Erinnerungen an THE MEXICAN....die muß ich einfach loswerden....
Keine Angst, ich verrate nicht viel, bis auf einen klitzekleinen Spoiler.
The Mexican ist, sagen wir mal *ungewöhnlich*.. in seiner Erzählstruktur, seiner Handlung, kurz - in allem.
Eingefangen hat der Streifen die geradezu spürbare Atmosphäre Mexikos in wunderbaren, breiten Bildern unterlegt von einem gelungenen Music-Score Alan Silvestris.
Die Darstellerriege ist beachtlich - wobei die beiden Protagonisten Julia Roberts und Brad Pitt in meinen Augen, man sieht es gerade am Anfang nur zu deutlich, keine richtigen Schauspieler sind, sondern *Typen* und auch als solche besetzt wurden, ungeachtet des Oscars den die Roberts für ihre sicherlich beachtliche Leistung als Erin Brokovic erhalten hat.
Dies schauspielerische Manko gleicht aber der wundervolle James Gandolfini wieder aus. Man kennt ihn als Mafia-Killer in mehr als nur einem Film, etwa in TRUE ROMANCE oder der tollen Serie SOPRANOS. In MEXICAN gibt er den "Killer with an edge" einen richtigen Charakter mit allerlei Nuancen, Höhen und Tiefen. Ich hatte zuweilen gar den Eindruck, er spiele die eigentliche Hauptrolle, so prägnant ist sein Spiel und so groß seine Rolle.
Ja und dann wäre da noch ...
SPOILER SPOILER SPOILER SPOILER
der gute Gene Hackman, der mit seinem kleinen aber feinen Part eine echte Überraschung bringt. Wie in so vielen Filmen vorher, veredelt seine bloße Präsenz auch dieses Werk.
Stellenweise verliert THE MEXICAN mal anscheinend den Handlungsfaden und das Interesse an einem seiner Protagonisten um hernach doch immer wieder die Kurve zu kratzen und erneut zu fesseln.
Kein Actionreißer, aber mit interessanten, skurilen Einfällen und Typen gepflastert, scheint auch dieser Film aus dem Tarantino-Land entsprungen.


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