Man darf aber nicht vergessen dass es ein Remake eines norwegischen Films ist. Insofern kann Nolan gar nicht so viel dafür, weder im Guten noch im Schlechten.
Todesschlaf (1997) - IMDb
Edit:
Es gibt Orte und Plätze in Nordamerika, da ist es nicht besonders schlimm nicht schlafen zu können, New York etwa, Los Angeles oder natürlich Las Vegas (dort ist es sogar seitens der Hotelbetreiber erwünscht und es wird dem mit kleinen Tricks nachgeholfen). Doch in einem kleinen Nest in Alaska, in dem die Speisekarte des Restaurants so abwechslungsreich ist wie die Arbeit eines Akkordarbeiters am Fließband, wünscht man sich nichts weniger, als Schlaflosigkeit und Langeweile.
Doch für den LAPD-Veteran Dormer ist die Schlaflosigkeit nur eines von vielen Problemen, die innerhalb kürzerer Zeit auf ihn einprasseln.
Insomnia ist das US-Remake des norwegischen Films Todesschlaf (ein relativ reißerischer deutscher Titel hat sich da der Verleih ausgedacht, dem er übrigens nicht gerecht wird, denn in beiden Filmen geht es erfrischend unspektakulär zu, und es spielt sich mehr auf der psychischen Ebene ab). Wer das Original kennt und schätzt, so wie ich, der geht natürlich etwas skeptisch an den Gedanken eines US-Remakes heran, wenngleich ich für meine Bewertung versuche auf einen direkten Vergleich zu verzichten. Doch ganz ausblenden lässt es sich nicht, denn einer der Besonderheiten die den Film ausmacht ist die relativ unkonventionelle Geschichte und ihr Verlauf. Diese verliert eben etwas an Eindruck, wenn man sie schon kennt.
Noch ein Wort zu den Unterschieden, den Schauspielern: Pacino wie man ihn kennt, Williams nimmt man die Figur gut ab und Swank nervt etwas (was aber auch an der Figur liegt).
Fazit: Solider Thriller der am Besten wirkt, wenn man das skandinavische Original nicht kennt und der ein wenig auf US-amerikanische Gewohnheiten getunt wurde (z. B. unnötiger Showdown am Schluss, entlässt den Zuschauer etwas positiver als das Original). 7/10


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