nicht nur, dass MATIR MOYNA der erste film aus bangladesch ist, der für einen oscar nominiert wurde: nein!, er ist zudem ein für das muslimische asien äußerst wichtiger, weil durchaus islam-kritischer film.
MATIR MOYNA erzählt von einem jungen koranschüler, anuh, im ost-pakistan der 60er jahre (heutiges bangladesch). er befindet sich dort, weil sein vater - ziemlich überraschend für seine angehörigen - zum islam konvertiert ist und seiner gesamten familie dessen strikte lebensregeln aufzwingt.
an diesem plötzlichen umschwung verzweifelt und stirbt anuhs schwester, der er einst - vor seiner abreise in die koranschule - einen kleinen vogel aus ton ('matir moyna') geschenkt hatte. dieser vogel ist das zentrale motiv des films, denn die gedanken anuhs befreien sich auf den schwingen dieses vogels, schweifen von den isolierenden mauern der madrasa und der enge seiner neuen welt zu der farbigkeit und der turbulenz seines früheren lebens.
anuhs mutter ayesha, die den mann an die religion, die tochter an den tod und den sohn an die ferne verloren hat, gerät in der zwischenzeit immer näher an einen seelischen abgrund, was schließlich eine kette von tragischen ereignissen ihren gang nehmen lässt...
soviel in aller gebotenen kürze zum inhalt dieses films.
einst zensiert und verboten in bangladesch, gewann er bald preise in cannes und marrakesch und ist nun - wie geschrieben - für den auslands-oscar nominiert. man darf gespannt sein...
habt Ihr schon davon gehört? wer mehr weiß: POSTEN!


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