http://www.moviemaze.de/news/1287.html
Arghhhhhhhhh ! Die Fortsetzung eines Remakes - ja fällt denn keinem mehr was Neues ein ? Vorher kommt dann wohl noch die DVD von "Ocean's Eleven Director's Cut: O11.5"...
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Arghhhhhhhhh ! Die Fortsetzung eines Remakes - ja fällt denn keinem mehr was Neues ein ? Vorher kommt dann wohl noch die DVD von "Ocean's Eleven Director's Cut: O11.5"...
Weiss jemand zufällig wanns den ersten richtigen Trailer dazu gibt der läuft ja bald an in einpaar Monaten. Und der einzige Trailer ist ja der wo nur die Namen der Leute erwähnt werden.
Blade Trinity läuft ja am gleichen Tag in den USA an und von dem gibts ja schon 2 Trailer.
Ich find ja diese Plakate ziemlich lässig und kann voller Stolz behaupten, mir einen Satz gesichert zu haben.
Und ansonsten? Ich freu mich auf eine locker-flockige Unterhaltung ín Anwesenheit von tollen Stars.
Ab Donnerstag im Kino, oder?
Worum gehts da eigentlich? Die Bande treibt sich in Europa rum und will noch mehr Kohle machen, während der Casino-Besitzer (Garcia) aus Las Vegas ihnen an den Fersen hängt?
Ist das so grob die Story?
Nicht ganz. Der Casino-Besitzer findet die Bande und möchte sein Geld zurück. Diese hat aber nicht genug und muss wieder ein Ding drehen. Das sind so die Grundzüge!Zitat von VJ-Thorsten
"Ocean´s Twelve" bekommen, nach dem Sie eigene Wege gegangen sind, Ärger.
Der geprellte Casinobesitzer (Andy Garcia) aus Las Vegas hat einge Mitglieder der Rasselbande aufgespürt, und setzt sie unter Druck sein Geld - mit Zinsen - zurückzuzahlen. Sonst...!
Da bleibt nur eine Möglichkeit: ein neuer Coup, größer als der Erste, muß her.
Aber das wird nicht so einfach wie beim ersten mal für Danny Ocean und seine Jungs. Der Boden in den USA ist mitlerweile zu heiss für sie.
Also weichen Sie nach Europa aus, wo aber schon Interpol in Form von Catherine Zeta-Jones auf sie wartet.
Ich könnt mich ja ärgern, da meinte ein Rezensent im Radio, das sie ja nun auch 12 sind, aber wer der 12. ist, wird nicht verraten. Häää? Da gibts also wirklich noch einen Star? Und am Abend wurde es ja dann verraten. Mist. Hätte ich das nicht gewusst, hätte ich bestimmt schmunzeln können im Kino.
Oder ist das gar kein Geheimnis? Und jeder weiß das sowieso?
hier eine gute kritik zum film aus der frankfurter rundschau vom 16. dezember 2004:
Im Spiegelkabinett leerer Versprechen
Das elegante Planungsgenie als Alter Ego des Regisseurs: Mit "Ocean's Twelve"
versucht Steven Soderbergh, sich selbst zu überbieten
VON MICHAEL KOHLER
Die Melancholie des Erfolgs steht Danny Ocean ins Gesicht geschrieben. Es ist
die Art, wie der Meisterdieb im Vorruhestand die Auslage des Juweliers
betrachtet, um dann seufzend die Kreditkarte aus der Brieftasche zu ziehen. Das
Bankkonto ist prall gefüllt, die Ehefrau zurückgewonnen und gemeinsamer
Nachwuchs unterwegs. Wer würde das alles für den Nervenkitzel eines schnellen
Coups auf's Spiel setzen? Dann ereilt Ocean der Weckruf aus dem bürgerlichen
Lebenstraum und befreit ihn aus seiner Zwickmühle von Neigung und Verpflichtung.
Niemand geringeres als die Nemesis ist bei ihm zu Hause vorgefahren und verlangt
ihr Geld zurück. Letztlich kein ungelegener Besuch.
Cool und schick, aber ohne Seele
Gut drei Jahre ist es her, dass Ocean und seine Bande in Steven Soderberghs
Ocean's Eleven die Casinos von Terry Benedict (Andy Garcia) ihrer Einnahmen
beraubten, in Ocean's Twelve treibt nun der Gläubiger die Schulden ein. Eine
freundschaftliche Stippvisite reiht sich an die andere, um das Publikum mit den
alten Bekannten wieder vertraut zu machen und um elf mal die nämliche Botschaft
zu verbreiten: Benedict will seine 160 Millionen Dollar zurück, und zwar mit
Zinsen für gekränkte Eitelkeit, und das bitte schön binnen zweier Wochen. Mag
der Casinobesitzer dadurch auch unverhältnismäßig nachtragend erscheinen, so ist
er doch beseelt vom dramaturgisch inspirierten Sportsgeist. Vielleicht nimmt es
die unter dem Ultimatum wiedervereinigte Elferbande zunächst noch anders wahr,
doch ihr Regisseur versteht das Ganze von Anfang an als sportliche Herausforderung.
Nach dem Erfolg von Ocean's Eleven hat Soderbergh für Ocean's Twelve das Motto
"höher, weiter, schneller" ausgegeben: Die Notwendigkeit, im Handumdrehen einen
lukrativen Überfall zu landen, beschleunigt die Handlungsschritte wie den Film
und führt Danny Ocean (George Clooney), Rusty Ryan (Brad Pitt), Linus Caldwell
(Matt Damon) und Konsorten nach Europa. In Amsterdam geben sie ihre Visitenkarte
ab, indem sie ein unzugängliches Haus die entscheidenden Zentimeter aus den
Fundamenten heben, um doch noch hineinschlüpfen zu können - und lernen vor dem
leeren Tresor dann ihren wahren Gegner kennen. Ein französischer
Gentleman-Gauner namens Nightfox ist ihnen zuvorgekommen und fordert Ocean auf
diesem Weg zum Duell heraus. Ganz offenbar ist Benedict nicht der einzige, der
sich durch den Casinoraub in seinem Ganovenstolz verletzt fühlt.
Mehr noch als sein Vorgänger handelt Ocean's Twelve von der Egomanie, die durch
einen mit ästhetischer Raffinesse ausgeführten Theatercoup befriedigt wird. Und
das ist eine Sache, auf die sich Steven Soderbergh versteht. Es gibt wenige
Regisseure in Hollywood, die ein ähnlich ausgeprägtes Stilgefühl mit an den Set
bringen, und kaum einen, dem sein Ich häufiger in die Quere kommt. Seit einem
Jahrzehnt betreibt das einstige Independent-Wunderkind Mimikry an Hollywood und
ist mit Filmen wie Out of Sight, Erin Brockovich und Traffic zum Paradebeispiel
eines Auteurs geworden, der sich die Industrie zu Nutze macht, um der Industrie
mehr zu geben, als sie von ihm verlangt. Diesen Mehrwert namens Stil hat auch
Ocean's Twelve wieder vorzuweisen, doch bringt es Soderbergh diesmal merklich in
die Bredouille, dass er mit Ocean's Eleven vor allem eines zeigen wollte: dass
er es besser kann als alle anderen.
Aber wie übertrumpft man einen Film, der selbst nichts anderes zelebriert als
den eigenen Triumph? Ocean's Eleven ist das Remake eines ziemlich lahmen
Vehikels für Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis Jr., das den Mythos Las
Vegas feiert und darüber hinaus nicht viel mehr als die Illusion zu bieten hat,
man sehe dem Rat Pack bei seinen alltäglichen Beschäftigungen Trinken, Zocken
und Prahlen zu. Unter der Patina dieses anrüchigen Klassikers hatte Soderbergh
die Blaupause zu einer Film-im-Film-Reflexion entdeckt und alle Zeichen doppelt
kodiert: Wenn Ocean seine elfköpfige Gangsterhydra zusammenstellt, ist dies das
Casting für den Film, wenn er das Geld für die Vorbereitungen beschafft, die
Finanzierung; die Lagerhalle, in der die Bande ihren Überfall einstudiert, ist
das Studio, und weil sich der Raub als für die Überwachungskameras inszeniertes
Schauspiel vollzieht, steht Soderbergh am Ende als Alter Ego seines an
planerischer Eleganz kaum zu überbietenden Protagonisten da. An den
Glücksversprechen von Las Vegas interessierte Soderbergh allein die glitzernde
Fassade. So ist dann auch sein Film: modernistisch cool und schick, aber ohne
Herz und Seele.
Es ist bezeichnend, dass Soderbergh die einfachste und effektivste Antwort auf
die oben genannte Frage nicht gefunden hat: Mit Figuren aus Fleisch und Blut und
dramatischen Konflikten an Stelle dramaturgischer Winkelzüge wäre aus Ocean's
Twelve der bessere Film geworden. Doch Soderbergh konnte offensichtlich nicht
über seinen intellektuellen Schatten springen und inszeniert wieder so, als
solle man noch die Einblendungen, die das Ende eines Akts ankündigen, für
Ironiesignale halten.
Das Publikum übers Ohr hauen
Leider funktioniert das diesmal lange nicht so gut wie bei Ocean's Eleven, weil
das weniger ausgelassen denn unkonzentriert agierende Starensemble über einem
äußerst dünnen Drehbuch improvisieren muss. Die Gags sind fade, die
kriminalistischen Handlungsfäden fransen aus und irgendwann geht es nicht mehr
darum, das Publikum als Komplizen zu gewinnen, sondern es möglichst ohne
Gesichtsverlust über's Ohr zu hauen.
Einige hübsche Nummern gibt es natürlich trotzdem zu sehen: Etwa wenn Brad Pitt
so lange über einen schlechten Witz lacht, bis man einstimmt, oder wenn sich die
von Julia Roberts gespielte Mrs. Ocean als Julia Roberts ausgibt und ihr dann
mit Bruce Willis (dargestellt von Bruce Willis) ein alter Freund von Julia
Roberts über den Weg läuft und die Täuschung aufzufliegen droht. In solchen
Momenten ist Steven Soderbergh sichtlich in seinem Element. Meistens trägt er
jedoch die melancholische Maske des Erfolgreichen zur Schau, der auf einen
Weckruf wartet, der nicht kommt.
(Quelle:
frankfurter
rundschau)
Ja, die Kritik ist wirklich sehr treffend.
Interessant. In der FAZ habe ich letzte Woche eine Rezension gelesen, die genau das Gegenteil behauptet. Soderbergh hört endlich damit auf zu versuchen, ein "großer Regisseur" zu sein, und ist damit scheinbar sehr zufrieden.
Was es kostet, ein Erfolgsregisseur: Steven Soderberghs "Ocean's Twelve" (Andreas Kilb - Frankfurter Allgemeine)
Passenderweise habe ich heute früh zum allerersten Mal "Ocean's Eleven" (ja, ehrlich) gesehen und bin dementsprechend neugierig auf eine Fortsetzung. Ein reiner Unterhaltungsfilm, bei dem man an der Arbeit aller Beteiligten erkennt wieviel Spaß das Filmemachen auch machen kann/darf. Der Film hat mir heute so richtig gut getan.
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