...Stimmt. Die Szene hat mir auch die Sprache verschlagen... ein echter Magic Moment des KinosZitat von Sp!der
So schön.
...Stimmt. Die Szene hat mir auch die Sprache verschlagen... ein echter Magic Moment des KinosZitat von Sp!der
So schön.
- I can take you anywhere you want. Where do you want to go?
- Home.
(My Own Private Idaho)
Ich kann in den hier vorfindbaren frenetischen Applaus kein bisschen mit einstimmen. Hier meine, auch bei Amazon veröffentlichte Rezension zum Film. Allerdings möchte ich davor warnen: Ist ein ziemlich übler Verriss!
Peter Jackson, das steht fest, hätte nach der aufwendigen Produktion seiner "Herr der Ringe"-Reihe etwas anderes machen sollen als "King Kong". Das viele Geld, die große künstlerische Freiheit; das war einfach alles zu viel. Und eben genau das ist auch "King Kong"'s größter Fluch: Er will einfach zu viel sein und ist am Ende nicht mehr als "Nichts".
Zu Beginn will er das Potrait der amerikanischen Gesellschaft zu Zeiten der Wirtschaftsdepression zeichnen.
Dann will er vor jenem Hintergrund die Geschichte seiner Hauptakteurin erzählen, die von Naomi Watts gespielt wird: Eine verktischte sozial-Aussteiger-Story in nostalgischer 20er Jahre Optik. Da sieht Armut auf den Straßen von New York noch richtig schön aus.
Dann schickt er sich an ein Abenteuerfilm auf hohem Meer mit bärbeißigen Thomas Kretschmann zu sein und schleppt sich zäh durch jenes Fahrwasser bis er dann auf Skull Island in einer hanebüchenen "Jump and Run"-Dramaturgie abdriftet und seinen Titelhelden präsentiert, der leider, trotz aller Mühe, allzu sehr nach CGI aussieht.
Dann will der Film vor allem Brachial-Action vollführen und wartet mit einem riesengroßen Kampf zwischen zwei computergenerierten Echsen auf: Das ist erstaunlich gemacht, aber leider einfach zu dick erzählt, viel zu sehr Achterbahn und viel zu sichtbar als dass es mehr Staunen auslösen könnte als ein perfekt gemachtes Videospiel.
Und während King Kong irgendwie auf der Insel alles und jeden niedermetzelt sollen wir am Ende noch Mitleid für ihn haben wenn er sich in eine blonde Frau verliebt, die so halb und halb mit Adrien Brody zusammen sein soll (oder ist oder sein wird? das bleibt irgendwie vage und es stellt sich die Frage ob man Brody nicht nur eine Rolle auf den Leib schrieb um mit einem Oscar-Preisträger in den Credits werben zu können).
Zuletzt will "King Kong" dann eine Liebesgeschichte sein und kann es einfach schon wegen des ungleichen Pärchens nicht werden. Die Fremdheit zwischen den beiden hätte sensibel ergründet werden können, aber dann will "King Kong" halt doch wieder zu sehr Blockbuster sein als dass er jene Sensibiltät aufzubringen in der Lage wäre.
Was am Ende bleibt ist ein Potpurri aus vielen halbgaren Ansätzen, die bei anderen Studios wahrscheinlich erst mal für mehrere Jahre in die Skript-Überarbeitung geschickt worden wären.
Jackson spielt mit seinen Ideen wie ein Kind, dem schlicht zu viel erlaubt wird, dem keine Grenzen mehr gesetzt sind und der unter keinerlei Zweifel oder Druck mehr zu stehen hat. Das merkt man diesem müden, drei gefühlte Stunden langem Koloss an.
"King Kong" will A-Movie sein und doch merkt man, dass Jackson doch im Grunde seines Herzens eben doch ein B-Movie-Regisseur geblieben ist (fragt man sich wie "Der Herr der Ringe" so gelingen konnte).
"King Kong" hat in den 30ern funktioniert weil er etwas Neues sein wollte. Weil er vieles in seinen Hauptakteur an Gedanken und Gefühlen in sich bündeln konnte. Er funktionierte als Kind seiner Zeit. Der moderne "King Kong" will diesen Effekt kopieren, er will ihn nachahmen, er will erstaunen wie es der alte King Kong tat und doch bleibt er letztlich nur ein dürftig reanimierter, schon längst in den Schluchten der Popcorn-Film-Industrie untergeganer Riesenaffe, der schon bald wieder vergessen sein wird. Ein träger, sich dahin schleppender Affe!
Auch wenn man dem Aufwand Respekt zollen will, dem sich Jackson und sein Team gemacht haben.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Rainer Maria Rilke
Was dieser Film nicht alles laut deiner Meinung nach sein will, habe ich in keinem Moment so sehen können. Ich glaube du hast leider schon viel von deiner Liebe zum Film verloren, und dafür hege ich mindestens genausoviel Mitleid wie für den zum Tode verdammten Riesengorilla aus dieser Liebesgeschichte.
If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)
Na ja...meine Liebe zum Film findet in diesem Film eben einfach keine Rechtfertigung.
Aber das heißt noch lange nicht, dass sie nicht existiert.
Ich habe die "Herr der Ringe"-Filme beispielsweise in ihrer Fähigkeit "großes Kino" zu sein schätzen und lieben können, "King Kong" aber ist für mich ein prätentiöser Hochglanz-Müllhaufen, in dem keine Zutat durchdacht, jede Idee nicht zu Ende gedacht und jeder Charakter flach wie Papier zu wirken scheint.
200 Millionen $ und was will mir dieser Film mehr erzählen als dass sein Regisseur "King Kong" eben als Kind mal total toll fand? Gar nichts. Er will komatös ästhetisieren, er will, er will, er will...ich sehe diesem Film nichts anderes an als sein "zu wollen". Wenn er mehr wäre, wäre er sicherlich weniger geworden. Das wäre zumindest ein Anfang gewesen...
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Rainer Maria Rilke
@morten: Das sehe ich 100% genauso. Bin wegen der "Jump and Run"-Dramaturgieauch gelangweilt aus dem Kino gegangen, was selten ein Film vor dem Schluss bei mir geschafft hat.
Right. It's nine o'clock. They're probably home watching the X-Files.
Deine Ansicht.
Denn für mich war dieser Film eben so Vieles mehr, und wie aber eigentlich bei so ziemlich allen anderen Rezensionen, die auf Amazon veröffentlicht werden, sehe ich keinen Zwang irgendwie näher darauf eingehen zu müssen, oder meine Liebe für den Originalfilm oder Jacksons Remake noch(einmal) näher erläutern zu müssen.
If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)
Das is doch Mist.
Morten möchte A-Rezensent sein, ist aber in seinem Herzen weiterhin ein B-Rezensent (fragt man sich nur, wie die Magnolia-Kritik so gelingen konnte).
Wie hätte denn deiner Meinung nach "King Kong" aussehen müssen, Morten?
Ich verstehe ja deinen Ansatz aber die brachiale Konsequenz in deiner Argumentation kann ich nicht nachvollziehen.
Burt, are we fuck-ups?
Zitat von VJ-Thorsten
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Punkt an dich! Das ist witzig.
Keine Ahnung, wie er hätte gelingen können. Vielleicht hätte man nicht so größenwahnsinnig sein dürfen sich an die Neuverfilmung eines ohnehin zu Tode zitierten Klassikers zu wagen.
Für den Brachial-Charakter entschuldige ich mich. Aber ich hatte ja zumindest vorher eine Warnung ausgesprochen.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Rainer Maria Rilke
hi leutz, wollt mal was zu einem gorßen pellzigen affen schreiben. Also King Kong ist ein film der seine oscars verdient hat. obwohl es sich nur um eine neuverfilmung hadelt ist der film ausgesprochen cool geworden. bis auf die szene wo die frau vom affen verschlept wird und ständig am schreien ist. das geht schon mal an die nerven. aber troz alledem ist es ein film der herr der ringe konkurenz macht und in die geschichte der filmewelt eingeht. Denn alle mögen doch einen gorßen; haarigen affen ^^. :wink:
Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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