Dies ist IMO ein filmisches Kleinod, ein wirklicher Geheimtip, von dem ich zuvor noch nie was gehört hatte.
Das Erstaunlichste an dieser "Dramedy" ist für mich, daß es ein Regiedebüt darstellt und auch noch ausgerechnet von Antonio Banderas, dem ich eine solch einfühlsame Regie, insbesondere für ein Erstlingswerk, niemals zugetraut hätte.
Der Film spielt zu Zeiten der Rassenkonflikte Schwarz<->Weiß in den USA und erzählt die Geschichte einer siebenfachen jungen Mutter, die ihren Ehemann köpft und sich aus dem "rural Alabama" aufmacht in Hollywood Schauspielerin zu werden. Gleichzeitig zeigt der Film aber auch in einer Nebenhandlung die Schwierigkeiten von Schwarzen in eben diesem "rural Alabama" im alltäglichen Leben.
Daß Latin Lover Banderas seine derzeitige Liebe Melanie Griffith mit der Hauptrolle besetzte, hat mich zunächst wenig begeistert, weil ich diese offengestanden nicht ausstehen kann mit ihrem ewigen Flittchen-"Charme" mit Piepsstimme. Jedoch machte sie IMO ihre Sache sehr sehr gut. Ebenfalls sehr gut fand ich David Morse und natürlich die Highlights Meat Loaf und Rod Steiger.
Die Kameraarbeit, die Regie, der Schnitt und die peppigen Musikeinlagen taten ein übriges, daß mir am Ende nur der Ausspruch übrig blieb: "Ein wirklich sehr sehr schöner, z.T. bewegender Film". Zuletzt hatte ich ein ähnliches Gefühl nur bei "Gottes Werk und Teufels Beitrag" erlebt.


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