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Thema: Lost in Translation

  1. #11
    Regisseur Moderator Avatar von KeyzerSoze
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    Re: Lost in Translation

    Öhm ... hast du nicht gerade selber gepostet, dass der nen höheren Kopienschnitt als Last Samurai hat
    Life ain't about how hard you can hit. It's about how hard you can get hit and keep moving forward.

  2. #12
    Regisseur Moderator Avatar von Matt
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    Re: Lost in Translation

    80 zu 600. Also ich glaube da hat "Last Samurai" deutlich gewonnen.
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  3. #13
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    Re: Lost in Translation

    Nicht die Anzahl der Kopien, sondern wieviel Besucher pro Kopie.
    Und da hat "Lost in Translation" 130 Besucher pro Kopie und "Last Samurai" nur 120 Besucher pro Kopie.

  4. #14
    Regisseur Moderator Avatar von Matt
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    Re: Lost in Translation

    aahh now i got it
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  5. #15
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    Re: Lost in Translation

    Wunderschöner Film! Dafür lohnt es sich auch, ne weitere Strecke ins Kino zu fahren.

    Die Vorstellung in München war übrigens auch ausverkauft.
    ...for she will be my heroine for all time and her name will be Viola...

  6. #16
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    Re: Lost in Translation

    Bei uns in Halle (im ausgezeichneten 'LUX' Kino) war's ziemlich voll.

    Für mich ist Lost in Translation einer der wenigen Filme, in die man sich verlieben kann. Ich hatte am Ende des Films ein Gefühl, wie ich es immer in der Schule nach Klassenfahrten hatte. Irgendwie wehmütig, erst will man gar nicht mit in irgendeine komische Jugendherberge woauchimmer, dann bleibt man aber nachts lang auf, lernt seine Klassenkameraden näher kennen (auch die Mädels!), tut halbverbotene Dinge und am Ende wollte man gar nicht mehr nach Hause. So hat er sich angefühlt für mich. Und ich freue mich auf ein Klassentreffen auf DVD...

  7. #17
    Regisseur Moderator Avatar von Matt
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    Re: Lost in Translation

    Warum machst du kein zweites Klassentreffen? So mache ich das immer, wenn mir ein Film dermaßen gut gefällt. Hoffe meine Erwartungen werden auch erfüllt, aber nachdem mir Coppola's Debütfilm schon so gut gefallen hat und ich großer Bill-Murray-Fan bin kann eigentlich nichts schief gehen.
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  8. #18
    Regisseur
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    Re: Lost in Translation

    Ich weiß nicht, was mit mir los ist.
    Vielleicht verstehe ich ja einfach nichts mehr, werde senil oder sonstwas, aber "Lost in Translation" war nun nach "Mystic River" schon der zweite hochgelobte amerikanische Film des letzten Jahres mit dem ich praktisch gar nichts anfangen konnte.

    Fraglos hat der Film einige schöne Augenblicke, fraglos auch ein paar schöne Bilder und überhaupt auch ein paar schöne Minuten, aber was eben zwischen diesen Punkten liegt ist bisweilen mal mäßig, mal platt und manchmal auch einfach nur dümmlich.
    Die Art, wie Coppola kein einziges dämliches Japan-Witzchen auslassen kann, wie sie jedes noch so altbackene Klischee wieder aufwärmt, nur um hier und da einen billigen Lacher zu ernten, ist einfach enttäuschend. Sei es die Sprache, seien es die Begrüßungsformeln, das Fernsehen, die Prostituierten oder die Spielhallen - nichts fehlt auf Frau Coppolas Abziehbilderlandkarte schlechten Geschmacks. Gerade die Spielhallen: Eine Sequenz gibt es in der Charlotte und Bob durch eine Halle mit einarmigen Banditen rennen. Und spontan musste ich an Wim Wenders denken und an "Tokyo-Ga", wo es eine ähnliche Szene gibt und Wenders über Minuten das Spielen an diesen Automaten verfolgt, ihm eine eigene Dynamik gibt, ein eigenes Leben quasi. Bei Wenders denkt man über die Geschichten nach, die die Leute vor den Automaten vielleicht zu erzählen hätten - bei Sofia Coppola eilen die beiden Hauptcharaktere durch die Halle, die bloß zu einem weiteren Bestandteil der Bilder- und Lichterhölle Tokio wird.
    Überhaupt wurde ich nie das Gefühl los, daß Coppola dieser Stadt eigentlich nichts abgewinnen kann. Sie portraitiert Tokio wie ein Moloch, eine Insel der verlorenen Seelen und der ultimativen Einsamkeit. Bei den letzten Bildern dann wunderte ich mich, warum sie diesen Einfall nicht früher und für größere Teile des Filmes gehabt hatte: Das groteske Wunder, jemanden auch in dieser Massenanonymität plötzlich noch vom Auto aus in der Menge zu entdecken. Oder auch einfach: Das Kleine, das Unbedeutende auch an einer Weltstadt einmal in den Blick zu nehmen, vielleicht wenigstens einmal ein wenig mehr zu zeigen als das, was man auch im "Weltspiegel" sehen kann.
    Jeremy Heilman drückte es wunderbar aus: "There even is a random run through the streets of Tokyo that seems to be placed there so the unadventurous members of the audience can experience the pop excitement of a Wong Kar-Wai film."

    Aber mit dem augenscheinlich Unbedeutenden hat es "Lost in Translation" ja sowieso: Er liebt kleine Gesten, unscheinbare Momente und winzige Zärtlichkeiten. Aber vieles davon wirkt leider einfach leer jenseits der Liebe zur eigenen Subtilität. Es scheint gar so, dass der Film an manchen Stellen subtil ist der Subtilität wegen - aber das mag auch damit zusammenhängen, dass ich nahezu nie (vielleicht mit Ausnahme der stimmigen Karaokesequenz) das Gefühl hatte, die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern würde irgendwie stimmen.


    Ich gestehe dem Film ein feines Gespür für das kaum Sichtbare zu und seine Liebesgeschichte der Ansätze hat ihre sympathischen Momente. Aber berührt, vereinnahmt, oder wenigstens erstaunt hat mich nichts davon.

  9. #19
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    Re: Lost in Translation

    Zitat Zitat von Janis
    Überhaupt wurde ich nie das Gefühl los, daß Coppola dieser Stadt eigentlich nichts abgewinnen kann. Sie portraitiert Tokio wie ein Moloch, eine Insel der verlorenen Seelen und der ultimativen Einsamkeit.
    ich denke nicht das sofia coppola mit dieser stadt nichts anfangen kann, jedoch das die geschichte keine andere sichtweise auf die stadt zu lässt. bill murray ist es, dem die stadt wie ein fremder planet voller idioten erscheint und das dramatische ziel des films ist seine erkenntnis das nicht die welt um ihn herum, sondern er selbst mit all seinen überheblichen gesten, seinen vorurteilen und seinem eigenem lächerlichem dasein der idiot ist. hätte sie die stadt anders dagestellt, hätte der zuschauer niemals murrays sichtweise auf die dinge gesehen. seine unfähigkeit zu kommunizieren bestimmt fast das vollständige bild des filmes.

    ich finde das der film einen tiefen respekt vor der kultur japans hat, aber vor allem auch grandios im umgang mit dem erwachen von gefühlen im wiederspruch ist. erst am ende, in der von dir genannten szene, erkennt murray seine fehler und ich bin der festen überzeugung das


    er ihr ins ohr flüstert das das leben nicht schwieriger und schlimmer, sondern schöner wird. also genau das gegenteil von dem was er ihr in der nacht auf dem bett erzählt hat.


    wäre der film weiter gegangen, hätte coppola tokyo ab hier bestimmt mit anderen augen gezeigt.
    on every street there´s a nobody who dreams of being somebody.
    he´s a lonely forgotten man desperate to prove that he´s alive.

  10. #20
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    Re: Lost in Translation

    Jupp, da stimme ich Shawn absolut zu. Man soll die Stadt ja gerade so sehen wie Billy Murrays Charakter. Denn es geht ja weniger um die Stadt, sondern eher um seine totale Verlorenheit und Einsamkeit im Leben. Und man fühlt sich nun mal am einsamsten in einer fremden Stadt, einer fremden Kultur, deren Sprache man nicht einmal ansatzweise versteht, unter lauter fremden Menschen, deren Umgangformen nicht einmal den eigenen entsprechen.

    Und dann gerade eine Seelenverwandte zu treffen ist schon ein großes Glück. Da kommt schon sehr ins Grübeln.
    ...for she will be my heroine for all time and her name will be Viola...

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