Ich hab den Film auf dem Münchner Filmfest gesehen. Im August läuft er auch regulär in den deutschen Kinos an und ich kann's echt empfehlen:
eine wilde Achterbahnfahrt von Jonas Akerlund (bisher Videoclips, z.B. Prodigy's Smack My Bitch Up) über ein paar Leute im Drogen-(Speed-)Milieu. Rasend schnelle Schnitte, extreme Close-Ups, surreale Sequenzen.
Grandios besetzt u.a. mit Jason Schwarzman (aus Rushmore), Mickey Rourke, Mena Suvari, Peter Stormare, Debbie Harry (Blondie!) und in einer klitzekleinen Nebenrolle: Billy Corgan (Smashing Pumpkins), der auch den Soundtrack gemacht hat.
Geniales Popkultur-Kino mit vielen kleinen Einzelheiten, die das gewisse Etwas ausmachen. So fand ich z.B. schön, wie im Vor- und Abspann jede der Hauptfiguren ihr eigenes Logo bekommen hat.
Zur Handlung: Haupt-Protagonist ist ein junger Mann, der zwar auch schon in der Speed-Szene drin ist, aber noch nicht ganz so fertig und abgefuckt wie der Rest der Bande. Der "Drogenkoch" (Mickey Rourke), der die Szene mit Stoff versorgt, heuert ihn als Fahrer für sich und seine Freundin an. Es geht weniger um einie richtige Geschichte mit Anfang und Ende als um die kaputten Charaktere und ihre Beziehungen untereinander.
Hierbei wird nicht sehr subtil vorgegangen, alles ist ganz schön überzeichnet und over-the-top. Für ganz zartbesaitete ist das dann eher nichts. Auch auf eine deutliche (Holzhammer-)Moral "a la Finger weg von Drogen" wird verzichtet.
Die "Cinema" würde drunter schreiben: "Dieser Film könnte ihnen gefallen, wenn ihnen 'Trainspotting' und 'Requiem for a Dream' gefallen hat."



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