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Thema: Elephant

  1. #41
    Regisseur Moderator
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    Re: Elephant

    Ein Film der polarisiert, nicht nur vom Thema her, sondern auch von der Umsetzung. Entweder man erkennt das Geniale an diesem Film, was ihm viele Kritiker ja attestiert haben, oder halt nicht. Ich habe es nicht erkannt. Bei weitem nicht. Ich fand' den sogar grottenschlecht um ehrlich zu sein .
    If it wasn't this... it'd be something else.

  2. #42
    Regisseur
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    Re: Elephant

    Find ich falsch formuliert. Ist man denn "blind" weil man die "Genialität" in einem künstlerischen Werk nicht "erkennt"? Ist oft ein schmaler Grat (hrhr, fast eine Metapher in diesem Kontext) zwischen Prätentiösität und der Empfindung wahrer Kunst in ihrer reinsten Form. Derjenige, der die Kunst in einem Werk sieht, steht nicht automatisch über dem, der nichts darin finden kann. Andersrum allerdings genausowenig.

    Bei mir hat der Film zur Hälfte funktioniert, konnte den feinsinnigen Ansatz anerkennen, aber gepackt hats mich nicht.

  3. #43
    Regisseur Moderator
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    Re: Elephant

    Zitat Zitat von vom Wyatt Earp der Bruder
    Ist man denn "blind" weil man die "Genialität" in einem künstlerischen Werk nicht "erkennt"?
    Nein, das hatte ich so aber auch nicht gesagt (oder nicht so gemeint, wenn's vielleicht falsch rüber gekommen ist).
    Es ist doch so: Ich hab' natürich auch einige Kritiken von dem Film gelesen, die zum Teil geradezu überschwänglich waren. Und als ich den Film dann gesehen habe, habe ich mir nur gedacht "Wie, das war es jetzt? Darum das ganze Aufheben?". Ich konnte halt die postitiven Kritiken nicht nachvollziehen. Das ist alles ...
    If it wasn't this... it'd be something else.

  4. #44
    Regisseur
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    Re: Elephant

    Na, aus deiner Antwort schwang so etwas wie bedauern, den Film nicht erwartungsgemäss gut gefunden zu haben. Die Sinnlosigkeit einer solchen Haltung wollte ich nur mal unterstreichen. Mag aber gut sein, dass ich dich da missverstanden hatte.

  5. #45
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    Re: Elephant

    absolut geniale bilder und kameraführung...die letzte szene fand ich enttäuschend und auch der fakt, dass keine genaue botschaft rauszulesen ist, finde ich schade. der titel ist auch bullshit, aber im großen und ganzen ist der film trotzdem ein masterpiece obwohl vieles auch sehr strange wirkt (wie die schüler da rumlaufen am ende istn witz )
    ich liebe aber die kameraführung und die sanften bilder, deshalb 9 von 10 für diesen episodenfilm, auch wenn er nix aussagt und die charaktere bis auf die ballerjungs und die beiden im gelben shirt und rotem sweat kaum in erinnerung bleiben. die musik finde ich auch super gesetzt.

    fazit: angucken. das ist kunst !
    mariuhana kills.....i love that shit

  6. #46
    Regisseur Moderator Avatar von Matt
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    Re: Elephant

    Zitat Zitat von kingofwhitecastle
    absolut geniale bilder und kameraführung...die letzte szene fand ich enttäuschend und auch der fakt, dass keine genaue botschaft rauszulesen ist, finde ich schade. der titel ist auch bullshit
    Bald wundert man sich hier über garnichts mehr. Muss das denn sein? Aber immerhin, dir hat der Film ja scheinbar dennoch gefallen.
    If it can be written, or thought, it can be filmed. (Stanley Kubrick)

  7. #47
    Regisseur
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    Re: Elephant

    King of Whitecastle:
    die letzte szene fand ich enttäuschend und auch der fakt, dass keine genaue botschaft rauszulesen ist, finde ich schade.
    Dass der Film keine Botschaft vermittelt ist meiner Meinung nach sein größter Segen. Van Sant gibt glücklichweise mal keine Antworten (im Gegensatz zu den Medien). Er versucht nur ein Gefühl, eine Impression zu vermitteln. Zugleich gibt er zwar Lösungswege vor: Videospiele, Vorstadt-Vereinsamung, Hitler-Dokumentationen, schneller Waffen-Kauf etc., stellt aber keiner dieser vermeintlichen Erklärungen als allgemeingültig für die letztendliche Tat dar.
    Van Sant sagt ja, dass der Titel "Elephant" auf dieser buddhistischen Weisheit beruhe, dass jeder, der blind ist und einen Teil eines Elefanten berührt hat, glaubt, dass das von ihm berührte Teil dessen "Wahrheit" von Gott ist. Van Sants Film stellt diesen Elefanten dar, der keine Wahrheit ist, sondern sehr viele Wahrheiten (und damit wiederum keine einzige) in sich sammelt.
    Die letzte Szene empfand ich ebenfalls als Segen. Weil sie die Naturhaftigekit des Ganzen darstellt. Der Film spielt im Herbst und deutet schon damit den Tod an. Wenn am Ende das Licht immer schwächer wird, dann geht auch der Tag. Vollkommen leise und mit dem Wissen am nächsten Tag wieder zu erwachen: Die Bürokratie des Todes, die Bürokratie der Natur.
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
    und hinter tausend Stäben keine Welt.
    Rainer Maria Rilke

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