Woody Allen mal wieder unübertroffen. So einen Film kann nur ein Woody Allen fabrizieren
Natürlich ist auch dieser wieder ein ungleich geschwätziger Film, ein ungleich neurotischer ebenso. Aber auch ein ungleich witziger Film.
Die Geschichten, die uns Allen bzw sein Schreiberling-AlterEgo da auftischt sind schon was Besonderes, zwar mitten aus dem großstädtischen New Yorker (Liebes-)Leben gegriffen aber auch stellenweise an Absurdidät nicht zu übertreffen. Etwa wenn die Allen'sche Hauptfigur zur eigenen Auszeichnung an seine ehemalige Uni fährt mit einer engagierten schwarzen Prostituierten, seinem entführten Sohn und einem halbtoten Freund im Schlepptau.
Oder wenn Allen's Figur die eigenen Romanfiguren hautnah begegnen.
Wie immer bei Allen gibt es ein Stelldichein von namhaften Schauspielerkollegen, die sich mit Mindestgage wohl wieder darum gerissen haben hier mitspielen zu dürfen: Billy Chrystal, Bob Balaban, Robin Williams, Richard Benjamin, Amy Irving, Tobey Maguire, Judie Davis, Stanley Tucci, Philipp Bosco, Demi Moore, Kirstie Alley.
Allein der "unscharfe" Robin Williams ist ein echter Gag, ebenso Billy Chrystal als Teufel. Überhaupt ist die Hölle hier als unbeschreiblicher Sex-Sündenpfuhl dargestellt (natürlich mit Klimaanlage, so entsteht das Ozonloch).
Aber ich will nicht zuviel verraten. Nur sei davor gewarnt, daß es hier vor,nunja, unzüchtigen Verbalien nur so wimmelt...
Dies düfte wohl auch der einzige Woody Allen sein, der die Hilfe von George Lucas' Effektschmiede ILM benötigt hat.
"Harry außer sich" ist nicht nur dialogmäßig und vom Skript her ein Genuß, Allen zeigt mit seinen bewußt gewählten Anschlußfehlern, der Hölle und der selektiven Unschärfe auch technisch hier sein wahres Können.


LinkBack URL
About LinkBacks
).
Zitieren
Lesezeichen