DVD sei dankkonnte ich gestern endlich George Clooney's vielbeachtetes Regie-Debüt anschauen.
Alle Achtung, Georgie :daumen:
Clooney hat IMO das Kunststück vollbracht nicht nur einfach *ein* Regiedebüt hinzulatzen, wie es vor ihm schon zahllose andere Schauspieler getan haben. Nein, Clooney hat einen wirklich famosen ersten Regie-Streich getätigt.
Hier stimmt IMO wirklich alles. Die Schauspieler, allen voran der geborene "Unsympath" Sam Rockwell (der böse Kinderkiller aus "GreenMile"), aber auch Clooney selbst sowie die zahllosen "Gefälligkeits"-Cameos von Clooney's Freundeskreis, die ich hier nicht näher outen will, um dem Unbedarften den Spaß am Film nicht zu nehmen.
Achja Spaß: ist jetzt nicht wirklich ein "Spaßfilm", sondern eher einer der Marke "skuril, schräg,gewagt", ja ein schwieriger Film dazu noch. Ein Film der nicht einfach nur konsumiert werden will, sondern sich nach einer Weile mehr und mehr dem Betrachter öffnet.
Was nun dran ist an der Geschichte von Chuck Barris, des Begründers des Niedergangs der Fernsehkultur (immerhin Erfinder der "Herzblatt"-Idee) und angeblich gedungenen CIA-Killers, sei mal dahingestellt. Schließlich hat Barris selbst diese "unauthorisierte Autobiografie" geschrieben, er kommt auch auf der DVD bei den umfangreichen Extras mehrfach zu Wort, läßt jedoch nicht durchblicken ob es nun alles so war wie im Film gezeigt. Zeitzeugen, die den echten Chuck kennen, spalten sich in zwei Lager: die Einen trauen es ihm zu, die anderen nicht.
Rockwell's Performance als Chuck, ja man muß hier wirklich von einer Performance sprechen, kann man nicht in Worte fassen, so abgefahren, so einnehmend, so hingeberisch ist sie.
Das kann man ebenso auf Clooney's reine Regie sagen. Er schafft es trotz gerimgem Budget einen handwerklich famosen Film zu drehen mit allerlei Schnitt und Kamera-Mätzchen, die in real-time entstanden sind, wo andere Filme dies in der post-production mit sfx erst erreichen.
Durch wilde Zeitsprünge, Farbeneinsatz und sonstige Kunstgriffe legt Clooney einen beinahe unheimlichen, in jedem Falle fesselnden Schleier über den ganzen Film.
Ein inhaltlich wie handwerklich beeindruckender Film. :daumen:


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konnte ich gestern endlich George Clooney's vielbeachtetes Regie-Debüt anschauen.
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