ich habe diesen film von lars büchel gestern abend gesehen und war vor allem von den schauspielerischen leistungen fritzi haberlands und hilmir snær gudnasons (& als braunschweiger natürlich auch jens münchows) sehr angetan. es ist ein kleiner, ruhiger film, der in wunderschönen bildern die reise eines nach einem unfall erblindeteten theaterregisseurs zu seiner todkranken mutter nach russland erzählt. hierbei wird er von der ebenfalls - allerdings schon von geburt an - blinden lilly begleitet. der weg, den die beiden nehmen, wird schließlich zu einer reise zur selbsterkenntnis und zur liebe.
abgesehen davon, dass der film als einzigen zu kritisierenden punkt einen IMHO wirklich unnötigen handlungsstrang enthält, kann ich in ihm nicht - wie es viele kritiker tun - allzu übermäßiges pathos entdecken; vielmehr besticht er in meinen augen (diese formulierung hat hier eine ganz besondere bedeutung) durch seinen humor und seine oft - in einem quasi kaurismäkischen sinne - lebensbejahende melancholisch-schöne freude.



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