Ich habe ja gestern endlich mal "The New World" von Terrence Malick gesehen und bin ziemlich begeistert - auch wenn es anscheinend auch viele "Hasser" dieses Films gibt.
Das stilistische Mittel, welches bei "der schmale Grat" bereits in geringem Umfang verwendet wurde, nämlich das zeigen von Natur und Personen und dazu tiefsinnige Stimmen aus dem "Off", wurde hier ja wirklich ausgereizt. Die Schauspieler an sich sprechen nur wenig aber genau das macht den Film meiner Meinugn nach schon fast künstlerisch poetisch. Die Liebe von pocahontas und John smith wird so gerade durch kleine Gesten, durch Blicke und eben durch das, was gerade NICHT gesagt wird und nur in den Köpfen der Personen entsteht, verdeutlicht. Jedenfalls hat das Ganze meiner meinung nach einen sehr romantischen Einschlag und leider auch einen traurigen. Pocahontas innere Zerrissenheit später wird nur all zu deutlich und gipfelt dann in dieser schönen Szene, wenn sie erfährt, dass Smith noch lebt.
ich finde der Film macht es sich mit dem Unterschied zwischen den friedfertigen Eingeborenen und den eher aggressiven und auf Profit erpichten Kolonialisten auch nicht zu einfach bzw. er macht dadurch nichts falsch. Es handelt sich eben um zwei Gegensätze, um die "Moral" dahinter zu verdeutlichen.
Malick hat seinem Ruf als "Künstler des Filmgeschäfts" hier m.E. alle Ehre getan und gleichzeitig einen verbesserten "schmalen Grat" abgeliefert.


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