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Thema: The Thin Red Line

  1. #21
    Zuschauer
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    Re: The Thin Red Line

    Der Film ging leider seinerzeit gegen den wesentlich schwächeren JAMES RYAN etwas unter.

    Ich habe ihn 1999 3x auf englisch im Kino gesehen und die DVD, die hier seit Jahren im Regal steht, nie angesehen. Das heißt ca. eine halbe Stunde. Dann mußte ich wieder mal schmerzlich erkennen, das gewisse Filme auf die Leinwand GEHÖREN und in der Glotze 3/4 ihrer Wirkung verlieren.

    Einer der 10 besten Filme der letzten Jahre.

  2. #22
    Bob
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    Regisseur Avatar von Bob
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    Re: The Thin Red Line

    To: 20th Century Fox and Director Terrence Malick

    I, along with many others, believe “The Thin Red Line” to be a great film, arguably one of the best films of all time. We urge the makers of this film to release the original cut of the film on DVD, the one Malick originally presented to the studios before reediting for a theatrical release. Online sources tell us that the original version was almost 6 hours in length and had entire characters and storylines that were later left on the cutting-room floor.

    Please sign this petition if you also wish the makers of “The Thin Red Line” to release the original director’s cut of the film.

    Sincerely,


    http://www.petitiononline.com/ttrlcut/petition.html
    Right. It's nine o'clock. They're probably home watching the X-Files.

  3. #23
    Regisseur Avatar von ric-dee
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    Re: The Thin Red Line

    Ich musste - angeregt durch Keyzers FTB-Eintrag - auch gerade wieder daran denken, dass es ja noch so viel Material für einen (längst überfälligen) Director's Cut gibt...

    Von daher hat die Petition natürlich meine Unterschrift. Es wäre zu schön um wahr zu sein...

  4. #24
    Regisseur Avatar von TheUsualSuspect
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    Re: The Thin Red Line

    Nachdem ich bei meiner ersten Sichtung im Kino überwältigt von dem Kriegsfilm war, fand ich die Tatsache, dass Terrence Mallick weit mehr Bildmaterial als üblich für The Thin Red Line verschoß schon faszinierend. Denn dabei sind ihm sehr eindrückliche wie gefühlvolle Aufnahmen gelungen. Ich zähle mich aber nicht zu den Leuten, die nach einem Director's Cut schreien. Die fantastische Kinoversion beweist mir schon dass Mallick aus seiner großen Materialfülle mit allergrößten Sorgfalt das ausgewählt hat, was ihm am wichtigsten gewesen ist. Und auch wenn der ein oder andere Darsteller leider auf dem Schnittisch zurückgelassen wurde, bin ich mir sicher dass es für den fertigen Film die beste Entscheidung gewesen ist. Von dem Ergebnis bin ich so überzeugt, dass ich mir nicht vorstellen kann, das vier weitere Stunden ihn zwingend besser machen würden.
    "If any of us get laid tonight, it's because of Eric Bana in 'Munich'."

  5. #25
    Regisseur Avatar von TheUsualSuspect
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    Re: The Thin Red Line

    @Thomas.Schutte

    Einzig das Gefühl, dass im Film nicht alles gesagt wurde, was man geplant hatte, stört meine Euphorie ein wenig.
    Thomas, ich kann praktisch alles was du über den Film sagst so unterschreiben. Aber bei dem Punkt, den ich von dir zitiere, und was danach kommt muss ich nochmal nachhaken. Bleibst du nach dem Film wirklich mit dem Eindruck hängen? Ich frage mich ob du den auch hättest, wenn du nicht vorher irgendwo gelesen hättest, dass Malik noch so viel Mehrmaterial gefilmt hat. Bei mir war es anders, ich hatte Der Schmale Grat bereits zweimal im Kino gesehen und einmal auf DVD und dann erst irgendwo gelesen, dass Malik Tonnen von Material überhatte und ganze Charaktere auf dem Schneidbrett zurückgeblieben sind. Erinnere ich mich richtig dass nicht Bill Pullman ursprünglich auch dabei war, aber nicht mehr in die endgültige Kinofassung kam? Aber dieses Gefühl dass zu wenig gesagt wurde, hatte ich eigentlich nie. Dafür sind die Eindrücke so reichhaltig und so verschieden. Das macht auch einiges an Faszination bei Der schmale Grat aus. So viele Gesichter, davon werden einige zu Personen für den Zuschauer, deren Geschichten man erfährt. Andere bleiben Gesichter, wir können einmal, zweimal auf sie blicken und erkennen einen Teil ihrer Geschichte, erahnen sie vielleicht nur. Geschichten, die es auch wert wären erzählt zu werden. Aber auch das bedeutet Krieg. Es spiegelt eine gewisse Willkürlichkeit wieder. Oder eine Gesetzmäßigkeit? Einige Menschen gehen verloren, andere können weitergehen. Ich finde diesen Punkt nach wie vor sehr faszinierend. Und auch dieses völlige Ignorieren vom Status eines bekannten Schauspielers ob er jetzt länger oder nur flüchtig auftaucht. Stark. Nach wie vor für mich einer der besten Kriegsfilme. Also ich glaube Terence Malik ist nach seiner Kinoschnittfassung zufrieden ins Bett gegangen und glaube heimlich für mich, dass deine eingangs erwähnten Gedanken nur daher kommen dass du ein Filmgeek bist, der zu viel Hintergrundinformationen liest.
    "If any of us get laid tonight, it's because of Eric Bana in 'Munich'."

  6. #26
    Regisseur Avatar von Thomas S.
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    Re: The Thin Red Line

    Zitat Zitat von TheUsualSuspect
    Thomas, ich kann praktisch alles was du über den Film sagst so unterschreiben. Aber bei dem Punkt, den ich von dir zitiere, und was danach kommt muss ich nochmal nachhaken. Bleibst du nach dem Film wirklich mit dem Eindruck hängen? Ich frage mich ob du den auch hättest, wenn du nicht vorher irgendwo gelesen hättest, dass Malik noch so viel Mehrmaterial gefilmt hat.
    Genau die Frage stelle ich mir auch schon die ganze Zeit. Hab den Film jetzt innerhalb der letzten 3 Tage, dreimal gesehen und besonders bei der dritten Sichtung hab ich versucht, diese Einstellung zur drastisch gekürzten Version zu verdrängen. Natürlich läuft unterbewusst mit dem Hintergrundwissen diese Information in einer Endlosschleife rauf und runter, sodass man, wenn man es einmal weiß, es auch nicht mehr vergessen kann. Ist natürlich immer scheiße, wenn man Sachen weiß, die man eventuell nicht wissen sollte. Vielleicht hast du recht, und ich hätte völlig darüber hinweg gesehen, wenn ich nicht unterbewusst darauf geschaut hätte, doch ändern kann ich es jetzt leider auch nicht mehr.

    Zitat Zitat von TheUsualSuspect
    [...]Aber dieses Gefühl dass zu wenig gesagt wurde, hatte ich eigentlich nie. Dafür sind die Eindrücke so reichhaltig und so verschieden. Das macht auch einiges an Faszination bei Der schmale Grat aus. So viele Gesichter, davon werden einige zu Personen für den Zuschauer, deren Geschichten man erfährt. Andere bleiben Gesichter, wir können einmal, zweimal auf sie blicken und erkennen einen Teil ihrer Geschichte, erahnen sie vielleicht nur. Geschichten, die es auch wert wären erzählt zu werden. Aber auch das bedeutet Krieg. Es spiegelt eine gewisse Willkürlichkeit wieder. Oder eine Gesetzmäßigkeit? Einige Menschen gehen verloren, andere können weitergehen. Ich finde diesen Punkt nach wie vor sehr faszinierend. Und auch dieses völlige Ignorieren vom Status eines bekannten Schauspielers ob er jetzt länger oder nur flüchtig auftaucht. Stark.
    Ich könnte dir kaum mehr zustimmen, und glaub mir, ich wär liebend gerne ohne dieses zusätzliche Vorwissen an den Film gegangen. Aber das war quasi wein unterschwelliger Spoiler, den ich als solchen zuvor gar nicht wahrgenommen hatte. Aber ich gebe dir dennoch recht, denn was mir an The Thin Red Line besonders gefällt, sind die Charaktere und vor allem die Form der Charakterisierung. Denn irgendwie fällt es doch schwer eine Hauptfigur aus dem Geschehen zu ziehen, denn wie du schon sagtest, es gibt so viele Gesichter, wobei sich nur einige für den Zuseher zu Personen entwickeln. Und auch keine Figur von diesen wenigen kann sich damit brüsten, die Hauptfigur zu sein, da Malick sich auf keinen einzelnen fokussiert. Und doch wirken diese Charaktere vertrauter als in jedem anderen Kriegsfilm, der mit bekannt ist. Dazu kommt, dass es während des gesamten Films keinen erzwungen-tiefgründigen Dialog gibt, der zeigen soll, wie tiefgehend die Charaktere sind. Das meiste läuft wortlos ab, Dialoge werden zum Mittel zum Zweck degradiert, die Handlungen sprechen für sich oder in vereinzelten Fällen Flashbacks und Voice-over Monologe. Wahnsinn... bin immernoch beeindruckt.

    Zitat Zitat von TheUsualSuspect
    Nach wie vor für mich einer der besten Kriegsfilme. Also ich glaube Terence Malik ist nach seiner Kinoschnittfassung zufrieden ins Bett gegangen und glaube heimlich für mich, dass deine eingangs erwähnten Gedanken nur daher kommen dass du ein Filmgeek bist, der zu viel Hintergrundinformationen liest.
    Für mich vielleicht sogar der Kriegsfilm, was weitere Sichtungen wohl noch zeigen werden. Aber als einer besten steht er schon jetzt fest, wobei ich nicht weiß, inwiefern Malick zufrieden war. Der Streit mit den Produzenten und das Nichterscheinen bei der Oscarverleihung deuten auf etwas anderes hin, allerdings hätte er bei großer Unzufriedenheit wohl schon unlängst den Director's Cut veröffentlicht. Wer weiß..
    Und ja... wie schon erwähnt, ich weiß nicht, wie mein Urteil ausgesehen hätte, wenn ich die Hintergrundinformationen nicht gewusst hätte. Aber viel besser hätte es nicht sein können, da der Film auch so nur um eine Winzigkeit an der Höchstnote vorbeigeschrammt ist.
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