Da im "Sum of all Fears"-Thread ja schon einiges über "Ausnahmezustand" geschrieben wurde, will ich jetzt mal nen extra Topic dafür starten.
Als ich "Ausnahmezustand" im Kino gesehen habe, war ich maßlos enttäuscht. Ich hatte eher einen Actioner erwartet...
Ein zweites Mal habe ich den Film erst wieder 2002 gesehen. Und da fand ich ihn brilliant.
Was den Film jetzt so gut macht, ist, daß er (leider) schon von der Realität eingeholt wurde. Irgendwie hat man den ganzen Film über das Gefühl, das alles schon vom 11.September zu kennen.
Das ist schon irgendwie komisch, welche prophetischen Züge der Film im Nachhinein hat. Ich weiß noch, daß er, als er ins Kino kam, von vielen Kritikern als "übertrieben" dargestellt wurde.
Aber aus einer Sicht nach dem 11.9. betrachtet, ist an "Ausnahmezustand" rein gar nichts übertrieben:
> Terror-Anschlag in New York: Im Film eine Bombe im Bus und ein Van mit Sprengstoff in ein Amtsgebäude - in der Realität je ein Verkehrsflugzeug in jeden Tower des WTC.
> Kompetenzgerangel der ermittelnden Behörden: Hat in der Realität ebenfalls stattgefunden - sogar im Vorfeld...
> Internierungslager für Moslems: Hat nicht in diesem Ausmaß und nicht in den USA selbst stattgefunden, aber die Parallelen zu Guantanamo Bay sind nicht zu übersehen.
> Struktur der Terroristen (Zellen): Jetzt weiß man, das auch das stimmt.
Das einzige, was es an diesem Film zu bemängeln gibt, ist, daß Bruce Willis' Rolle doch etwas arg auf "bad" getrimmt ist und deswegen etwas überzogen erscheint. Das ist aber auch schon alles.
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