Interessant, dass der Film hier noch gar nicht diskutiert wurde, also muß ich das unbedingt mal nachholen. :wink:
Monsieur Ibrahim Et Les Fleurs Du Coran, Frankreich/USA 2003
Start: 25.03.2004
Regie: Francois Dupeyron
Drehbuch: Eric Emmanuel Schmitt
Schauspieler: Omar Sharif, Pierre Boulanger, Gilbert Melki, Isabelle Renauld, Lola Naymark, Anne Suarez, Mata Gabin
Kurze Inhaltszusammenfassung:
Der junge Jude Momo lebt Ende der 50erJahre mit seinem depressiven Vater im jüdischen Viertel von Paris. Weil die Mutter sie verlassen hat, besorgt der ernste Momo den Haushalt und gönnt sich mit Besuchen bei den Prostituierten seines Viertels den einzigen Ausbruch aus dem Alltagstrott. Nur Monsieur Ibrahim, der türkische Lebensmittelhändler, interessiert sich für den Jungen und lässt ihn an seiner Weisheit teilhaben.
Ich hatte schon bevor ich den Film endlich gesehen habe viel Gutes von Leuten gehört, doch mittlerweile denke ich, dass der Film überschätzt wird. Es ist nett und schön mit anzusehen, wie die Freundschaft zwischen Ibrahim und "Momo" entsteht und wie im Gegensatz dazu die Beziehung zwischen "Momo" und seinem Vater immer schlechter wird, trotzdem finde ich einige Dinge fragwürdig. Es zu befürworten und zu bestärken, dass ein junger Mann seine ersten Erfahrungen mit einer Prostituierten hat, missfallen mir irgendwie, auch wenn es für die späten 50iger Jahre typisch sein mag, wenn es denn so war. Interessant fand ich den Umgang mit zwei Weltreligionen, die in diesem Film aufeinander stießen, und ohne Missverständnisse harmonisierten. Ibrahim brachte "Momo" "seinen" Koran näher, ohne ihn in irgendeiner Weise dazu zu zwingen sich diese Religion "anzueignen".
Als die Geschichte dann so ihren Lauf nahm (wobei ich immer wieder auf die Uhr schauen mußte..) wartete ich nur auf das typische Tief in Komödien (auch wenn MIudBdK - tolle Abkürzung) und dann denke ich nennt man sowas selbsterfüllende Prophezeiung, wenn es denn dann eintrifft. *g* Schauspielerisch sollte ich ein großes Lob an Omar Sharif aussprechen, ich fand ihn in seiner Rolle unheimlich sympathisch, und Pierre Boulanger, der wohl erstmals in einem Film mitspielte.
Ach ja, nicht zu vergessen natürlich auch die grandiose Musik des Films!



LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren
Lesezeichen