"The Grandmother" ist der dritte Film von David Lynch über einen kleinen Jungen, der von seinen Eltern dauernd angeschrien und beleidigt wird. Seine Eltern verhalten sich wie Mastschweine und nehmen ihre Mahlzeiten auch dementsprechend zu sich.
Der Junge entschließt sich eines Tages ein paar seltsame Samen gedeihen zu lassen, aus denen dann eine ältere Frau entsteht, die nach dem Aussehen zu urteilen seine Großmutter sein könnte. Bei dieser älteren Dame findet er Geborgenheit und Liebe, das was ihm seine grunzenden Eltern nicht geben können, die ihn offenscihtlich als eine Last empfinden und denen das tägliche "Fressen" wichtiger zu sein scheint als ihr kleiner unglücklicher Sohn.
In diesem Film findet der Zuschauer alles was er dann später in Filmen wie "Eraserhead", "Blue Velvet", "Lost Highway" und "Mulholland Drive" in Perfektion bewundern durfte. In diesem Meisterwerk wird kaum gesprochen- ich glaube, die einzigen Laute, die man hört sind das Grunzen der Eltern, die dadurch den Jungen versuchen zurechtzuweisen. Außerdem sind alle Charaktere im Gesicht weiß angemalt, was ein Bisschen an "The Grudge" erinnert und die surrealistische, albtraumhafte Atmosphäre hervorhebt. Dieser Film ist wie ein Albtraum- mein Hirn hätte nun beim Schlafen wohl kaum einen besseren Albtraum fabrizieren können als diesen genialen, aber leider etwas unbekannten Lynch-Film.
Nachdem ich mir den Film angeschaut hatte, kam es mir vor als hätte ich tatsächlich geschlafen un diesen Albtraum gehabt, den ich davor auf dem Bildschirm bewundern durfte. Hier passt- wie bei allen Lynch-Filmen- von der düsteren Musik, bis zu den furchteinflößenden Gesichtern der Charaktere, die auf mich wie Geister gewirkt haben, einfach alles.
Habt ihr den Film gesehen? Und wenn ja, was denkt ihr über dieses Meisterwerk, das knapp über 30 min dauert, aber unglaublich viel beinhaltet?


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