Dieses Topic wollte ich schon länger eröffnen. Die Frage ist im Topictitel vermutlich nicht ausreichend formuliert, daher noch einige Erläuterungen dazu:
Ich stelle einfach mal die These in den Raum, dass sich auf der Grundlage herausragender Lieblingsfilme – wie auch auf der jeder anderen Top-Rangliste, z.B. im Falle von Musik oder Literatur – oft eine zumindest tendenziell richtige Aussage über die Persönlichkeit eines Menschen treffen lässt, da zumindest ein paar der Top-wasauchimmer einem bestimmten Muster folgen.
Mich interessiert dabei weniger, ob ihr eine vage Tendenz zu einem bestimmten Genre wie Horror, Western oder Historiendrama habt, sondern tatsächlich nur die Auswahl eurer absoluten Lieblingsfilme, die nicht deshalb dazu geworden sind, weil sie euch „nur“ gut unterhalten haben, sondern weil sie euch in irgendeiner tiefergehenden Form persönlich berührt und bewegt haben. Das setzt natürlich voraus, dass Filme das bei euch grundsätzlich schaffen können, was nicht bei jedem der Fall sein muss. Manche nutzen Film tatsächlich nur zur Unterhaltung und Zerstreuung und finden inspirierende Impulse in anderen Bereichen des Lebens oder der Kunst. Interessant fände ich insbesondere versteckte, genre-übergreifende oder solche Gemeinsamkeiten, die objektiv womöglich gar nicht vorhanden sind, die ihr aber bei der subjektiven Interpretation einer Filmaussage für euch konstruiert habt.
Die Filme, die mir am meisten gegeben haben, sind:
The Shawshank Redemption
Lost in Translation
Collateral
Donnie Darko
und noch ein paar mehr, aber in erster Linie diese.
Offensichtlich Filme aus recht verschiedenen Genres (2x Drama, 1x Thriller, 1x Sci-Fi-Fantasy-Drama). Bei Shawshank hat sich die inspirierende Wirkung der Geschichte bereits zum beachtlichen Massenphänomen ausgewachsen, ich empfehle hierzu die Sichtung von Shawshank: The Redeeming Feature von Mark Kermode.
Ich halte Shawshank für den symbolischsten der vier Filme, es geht offensichtlich um Erlösung, und das Gefängnis-Motiv ist so universell, dass jeder Zuschauer sein persönliches Gefängnis hineinprojizieren kann. Ich würde darüber hinaus behaupten, dass es auch in den anderen drei Filmen im weitesten Sinne um Erlösung geht, wobei das bei Collateral wohl am wenigsten auf der Hand liegt. Ich werde das zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht noch näher erläutern, würde aber zunächst gerne wissen, welche Filme euch bewegt haben – und aus welchem Grund. Und ob es verschiedene Filme aus dem gleichen Grund geschafft haben.


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