Spiegel:
Houellebecqs Roman, 1998 erschienen, handelte von zwei Brüdern, die am Leben im allgemeinen und den Frauen im besonderen verzweifeln. Vor allem aber war "Elementarteilchen" eine Mischung aus pornographischen Protokollen, schlecht gelauntem Nihilismus und ein paar verwegenen Thesen übers Klonen. Literaturbetrieb und viele Leser reagierten begeistert auf das vermeintliche Tabubruchstück: Das Buch wurde in Europa ein Besteller, sein Autor zum Star.
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Statt sarkastischem Weltekel präsentiert Roehler dem Publikum die herzige Geschichte zweier Männer, denen das Schicksal übel mitspielt
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Houellebecq, der Zyniker, zog sein Klischee-Personal lustvoll in den Abgrund; Regisseur Roehler, eigentlich ein Romantiker, hat dagegen Mitleid mit diesen Figuren. An diesem Widerspruch arbeitet sich der Film hingebungsvoll ab; das Ergebnis dürfte ein eigenes Genre bilden: die tragische Sexklamotte. Dem Zuschauer bleibt die Erkenntnis, dass man "Elementarteilchen" nicht verfilmen kann.
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