Lasse Halström scheint ein Filmemacher zu sein, der sein Auge auf das Provinzleben in Amerika gerichtet hat, und aus diesem Milieu seine kleinen Geschichten erzählt. Mit seinem An Unfinished Life, welchen ich glücklicherweise vorgestern im Kino sehen konnte, erzählt er in wunderschönen Bildern eine Geschichte über Schuld und Sühne. Ein Schwiegervater (Redford), der es sein Leben lang nicht schafft seiner Tochter zu vergeben, welche er für den Tod seines Sohnes verantwortlich macht. Sein Freund (Freeman) welcher schwere Verletzungen nach einem Bärenangriff erlitten hat, und eben dieser Bär streift noch frei durch die Felder ihrer Ranch.
Die grobe Handlung ist schnell und leicht erzählt, aber Robert Redford bleibt, oder wird gerade, im Alter ein sehr intensiver und glaubwürdiger Schauspieler, der hier einen Mann spielt der aufgehört hat zu leben, ab dem Zeitpunkt, wo er seinen einzigen Sohn verloren hat. Wenn man Jennifer Lopez nicht dem typischen Rollencliche zuordnet, dann zeigt diese Frau sehrwohl, wozu sie schauspielerisch im Stande ist.
Im Kino sollte man ihn sich unbedingt anschauen, um sich vor Augen zu führen was für Landschaften dieser Teil der Vereinigten Staaten zu bieten hat.
Eine bewegende Geschichte von einem Filmemacher erzählt, der sich noch Zeit nimmt uns Einblicke in die Gefühlswelten dieser einfachen kleinen Leute zu geben.


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