Speziell für Koswood:

Ich versuche es anschaulich zu erklären. Zum besseren Verständnis unterteile ich den Film in zwei Hälften (keine Laufzeithälften). Die erste Hälfte geht bis kurz vor dem Zeitsprung, die zweite Hälfte ist alles nach dem Zeitsprung bis zum Ende des Films.
1. Hälfte:
- das Bombenattentat gelingt
- der Verbrecher wird nicht beim Attentat umgebracht und lernt Denzel Washington erst im abgebrannten Haus bzw. im Gefängnis kennen
- Denzel findet ominöse Hinweise von sich selber (weiß aber noch nicht, dass sie von ihm sind), z.B. alles in der Wochnung der Frau (seine Fingerabdrücke, Blut, Nachricht auf dem Anrufbeantworter/Kühlschrank) oder beim abgebrannten Haus den Krankenwagen
- die Frau ist tot
2. Hälfte:
- das Bombenattentat misslingt
- der Verbrecher stirbt beim Attentat und lernt auf der Fähre Denzel kennen
- Denzel macht unbewußt (abgesehen vom Kühlschrank) die ganzen Hinweise auf seine Zeitreise in der Wohnung der Frau oder beim abgelegenen (noch nicht abgebrannten) Haus
- die Frau lebt
Zwei mögliche Zeitreisetheorie (gibt noch mehrere mit Paralleluniversum und Co.)
1. Das "Terminator"-Prinzip (Der Zeitverlauf bleibt so wie er ist, keine Änderung ist möglich):
Obwohl es eine Zeitreise gibt, mit der der Protagonist versucht die Zukunft, aus der er kommt, zu ändern (hoffentlich zum Guten), kann er den Verlauf der Zeit nicht ändern. Schlimmer sogar manchmal setzt der Zeitreisende selber die Geschehnisse in Gang, die zu dieser Zukunft führen. Die Hinweise auf die Handlungen des Zeitreisenden sind auch (im Nachhinein) schon in der alten (und unveränderbaren) Zukunft zu erkennen.
So hätte für mich der Film enden müssen, da ich in der ersten Hälfte ja die Hinweise von seiner zukünftigen Zeitreise sehe und es trotzdem zum Bombenattentat kommt.
2. Das "Zurück in die Zukunft"-Prinzip (Man kann die Vergangenheit ändern und die bestehende Zukunft wird ausgelöscht und eine neue Zukunft entsteht)
Vor der Zeitreise gibt es in der bestehende Zukunft keine Hinweise, dass in der Geschichte jemals eine Zeitreise stattgefunden hat (zumindest im Film). Die Zeitreise findet statt und der Zeitreisende verändert die Vergangenheit enorm. Falls er in seine Zukunft zurückreisen würde, würde er sie nicht mehr so vorfinden, wie er sie kennt, weil der bestehende Zeitast ausgelöscht wurde (andere würden sagen, es gibt ihn noch parallel) und die Zukunft jetzt auf einem anderen Zeitast verläuft.
So interpretierst du ja den Film. Das Unglück hat in der zweiten Hälfte eigentlich nie stattgefunden. Der Zeitreisende wurde ausgelöscht und alles ist bestens.
Mein Problem:
Die Hinweise auf die Zeitreise in der 1. Hälfte
Meiner Meinung nach mischt dieser Film diese beiden Prinzipien. Wenn ich schon in der alten Zukunft (1. Hälfte) Hinweise auf die Handlungen des Zeitreisenden sehe, dann muss ja das Ergebnis (Bombenattenat gelingt oder nicht) dasselbe sein wie das Ergebnis, was ich später sehe, wenn im Film die Zeitreise in die Vergangenheit gezeigt wird (2. Hälfte). Wenn der Film mit dem gezeigten Happy End enden soll, dann hätte der Film keine Hinweise auf die Zeitreise in der 1. Hälfte haben dürfen.
So ich hoffe, dass ich meine Kritik am Film jetzt deutlich erklärt habe. Denn nochmal so eine Zeitreiseabhandlung schreib ich bestimmt nicht mehr.
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