Ich hatte eigentlich in Erinnerung, damals ein Topic zum Film aufgemacht zu haben. Dem war wohl nicht.
Jedenfalls war ich schon vom Trailer richtig angetan, und der vollständige Film tat dann sein Übriges. Hier einfach der Text den ich eben, anlässchlich des Eintrages der 1000-er-Liste geschrieben habe:
The Squid and the Whale
Bernard Berkman: She's a very risky writer, Lili. Very racy. I mean, exhibiting her cunt in that fashion is very racy. I mean Lili has her influences in post modern literature, it's a bit derivative of Kafka, but for a student, very racy. Did you get that it was her cunt?
Wer die ernsthafteren Momente in den Filmen von Wes Anderson mochte, der wird Noah Baumbchs Film viel abgewinnen können. Er selbst hat bei dem Drehbuch zu The Life Aquatic With Steve Zissou mitgeschrieben, und das merkt man hier eigentlich auch zu jeder Sekunde denn er erzeugt stellenweise eine ähnliche, vielleicht nicht so heitere, Stimmung.
Die Geschichte spielt Mitte der Achtziger in Brooklyn, New York, und es ist in erster Linie die Geschiche über eine Familie die auseinanderfällt und jeder dieser Menschen seinen Platz für sich neu finden muss. Eine Geschichte über New Yorker Intellektuelle, über die Probleme mit denen Scheidungskinder zu kämpfen haben und wie sie damit zu Recht kommen oder wie sie in einen Zustand verfallen, bei dem der ganze Hass auf ein Elternteil verlegt wird, Gleiches gilt dabei für die Liebe. Das Drehbuch bietet dabei so viel mehr, für den Liebhaber von Literatur, für Filmkenner zahlreiche Anspielungen, und bei aller Traurigkeit diesen typischen Anderson-Humor. Hinzu kommt eine wunderschöne Szene, in welcher der Titel des Films genau erklärt wird, diese werde ich aber nicht vorwegnehmen...


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