Okay, ich scheine erneut gegen den Strom zu schwimmen. Wenigstens sind ein paar andere mit dabei. Ich fand nicht, dass Effekthascherei den Hintergrund des Filmes unterminiert hat. Ich habe den Film auch nicht als Actionfilm wahrgenommen, sondern als einen hochpolitischen Film, der permanent seinen Finger in die Wunde legt. Es ist angesichts der Dinge, die auf diesem Kontinent immer und immer wieder passieren - erst jetzt wieder im Kongo - geradezu lächerlich, mit welchen Problemchen wir unseren herumzuschlagen haben. Es macht mich wütend und gleichermaßen hilflos und zynisch zu sehen, was dort passiert. Natürlich habe ich die Dramatisierung registriert, aber so what? Dramatisierung ist Alltag. Und die Conolly-Di Caprio-Story war angenehm zurückhaltend, irgendwie passend im Bezug auf die Charaktere. Zuletzt: auch den Wandel von Di Caprio habe ich nicht als unstimmig empfunden. Er verfolgt von Anfang bis kurz vor Ende sein Ziel. Dass er dann davon abrückt, ist nur allzu verständlich wenn man bedenkt, in welcher Situation er sich befindet.


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